München : Erneuter Übergriff auf Fahrgast in U-Bahn

Weil er einen Fahrgast aufforderte seine Zigarette in der U-Bahn auszumachen, landete ein 43-Jähriger im Krankenhaus. Nach dem Aussteigen schlug ihn der Raucher zu Boden und trat auf ihn ein. Erst als Passanten zu Hilfe kamen ließ er vom Opfer ab und flüchtete.

Erneut hat ein gewalttätiger Raucher in der Münchner U-Bahn einen Fahrgast zusammengeschlagen und schwer verletzt. Der Unbekannte attackierte am späten Sonntagabend einen 43-jährigen Mann, der ihn gemeinsam mit anderen Passagieren aufgefordert hatte, seine Zigarette auszumachen.

Nach dem Aussteigen traf der 43-Jährige erneut auf den Raucher, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Unbekannte griff den Fernmeldemonteur an und prügelte auf ihn ein, bis er zu Boden ging. Danach versetzte er seinem Opfer noch mehrere Fußtritte gegen den Kopf. Der Fahrgast erlitt eine Schulterfraktur, eine Prellung an der Hüfte, Gesichtsverletzungen und eine Gehirnerschütterung.

Opfer muss an Schulter operiert werden

Als Passanten dem Opfer zu Hilfe eilten, flüchtete der Täter, der zwischenl 27 bis 30 Jahre alt sein soll. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und muss wahrscheinlich an der Schulter operiert werden. Er wird voraussichtlich mehrere Tag stationär behandelt werden müssen.

Die Münchner Polizei sieht Parallelen zu einem Fall, der vergangenen Dezember bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte. Damals hatten zwei junge Männer einen 76-jährigen ehemaligen Lehrer, der sich über das Rauchen in der U-Bahn beschwert hatte, fast totgeschlagen.

Wie bei dem Fall vor zehn Monaten gibt es auch von dem aktuellen Angriff eine Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera. Die Aufnahmen wurden aber bislang von der Staatsanwaltschaft noch nicht zur öffentlichen Fahndung freigegeben. Bei dem früheren Fall hatten die Behörden das Überwachungsvideo veröffentlicht und daraufhin die Täter festnehmen können. Sie wurden wegen versuchten Mordes zu zwölf beziehungsweise achteinhalb Jahren Haft verurteilt. (jg/ddp)

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