Mutige Retter : "Woche der Helden" in New York

Drei beherzte Amerikaner, die bei lebensgefährlichen Unfällen in New York zur Tat geschritten waren, sind in der ersten Woche des neuen Jahres als Helden gefeiert worden.

New York - Der 50-jährige Wesley Autrey war kurz entschlossen vor eine U-Bahn gesprungen, um einen Fremden vor dem sicheren Tod zu bewahren. Der 43 Jahre alte Mechaniker Julio Gonzales und sein Bekannter, Pedro Nevarez (40), konnten zusammen den Sturz eines Kindes aus einem Wohnhaus bremsen und dem kleinen Jungen damit das Leben retten. "Dies ist eine Woche der Helden hier in New York", zitierte die "New York Times" den Polizeichef Raymond W. Kelly.

Autrey hatte beobachtet, wie ein junger Mann auf dem Plateau von Krämpfen geschüttelt den Halt verlor und zwischen die Gleise fiel. Der Filmstudent Cameron Hollopeter (20) hatte einen epiletischen Anfall erlitten und die Kontrolle verloren. Als sich niemand anders rührte, zögerte Autrey nicht lange, sprang dem jungen Mann hinterher und presste dessen Körper fest auf den Boden. Die U-Bahn rollte nur wenige Zentimeter über die Köpfe der Beiden hinweg, bevor sie quietschend zum Stehen kam. Autrey und Hollopeter blieben bis auf ein paar Schrammen unverletzt.

Danach drückte Donald Trump dem Retter einen 10.000-Dollar-Scheck in die Hand, lud Disney ihn und seine Familie zum Urlaub und ins Musical ein, gab ihm New Yorks Filmakademie einen Scheck und verlieh der Bürgermeister Autrey die Bronze-Medaille, die höchste Ehre der Stadt für mutige Bürger.

Gonzalez und Nevarez waren als Passanten in New York unterwegs, als sie einen kleinen Junge an der Feuerleiter am vierten Stock eines Wohnhauses baumeln sahen. Der dreijährige Timothy Addo war unbemerkt von seinem Babysitter durch das Fenster der Wohnung geklettert. Die Männer standen auf dem Bürgersteig parat, um den Kleinen zu retten: Der Aufprall des Kindes warf einen der Retter um, doch der andere konnte das Kind sicher auffangen. Der Junge kam mit einer Schramme am Kopf davon. "Ich bin kein Held", wehrte Nevarez bescheiden ab. "Ich habe das getan, was jeder Vater tun würde... egal ob es dein eigenes oder ein fremdes Kind ist." (tso/dpa)

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