Welt : Muttersöhnchen sind ein Scheidungsgrund

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Rom - Impotenz und Angst vor Sex, Alkoholismus und psychische Abhängigkeit der Ehemänner von der Mutter sind für das Familiengericht des Vatikans Gründe zur Annullierung einer kirchlichen Ehe. Der „Corriere della Sera“ berichtete am Samstag, dass die römischen Richter der Sacra Rota im Jahr 2005 insgesamt 69 Ehen für ungültig erklärten. Eine der akzeptierten Ursachen für scheiternde Ehen sind demnach die „Mammoni“ – „Muttersöhnchen“, die es nicht schaffen, sich von ihrer „Mamma“ abzunabeln. Die „Mammoni“ seien nicht in der Lage, ohne Einmischung der Mutter gemeinsam mit der Ehefrau Entscheidungen zu treffen. Dies mache eine wirkliche Ehe unmöglich. „Aversion vor Sex“ als Scheidungsgrund muss medizinisch genau belegt werden.

Papst Benedikt XVI. bekräftigte am Samstag erneut die Unauflöslichkeit einer in der katholischen Kirche geschlossenen Ehe. Die Annullierung einer katholischen Ehe sei nicht mit einer Scheidung gleichzusetzen, meinte der Papst. Nach Lesart der Sacra Rota kann die Ehe für nichtig erklärt werden, wenn sie „nicht vollzogen“ wurde oder durch arglistige Täuschung zustande kam. dpa

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