• Nach Absturz über Schwarzem Meer: Auch Stimmenrekorder der russischen Maschine geborgen

Nach Absturz über Schwarzem Meer : Auch Stimmenrekorder der russischen Maschine geborgen

Am Dienstag war der erste Flugschreiber der abgestürzten russischen Militärmaschine geborgen worden. Nun fanden Suchmannschaften das zweite Gerät.

Ein Bergungstaucher bringt im Schwarzen Meer ein Wrackteil an die Oberfläche.
Ein Bergungstaucher bringt im Schwarzen Meer ein Wrackteil an die Oberfläche.Foto: AFP

Russische Suchmannschaften haben im Schwarzen Meer auch den zweiten Flugschreiber der abgestürzten russischen Militärmaschine gefunden. Der Stimmenrekorder sei am Mittwoch vom Meeresgrund geborgen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Tags zuvor war bereits der Flugdatenschreiber gefunden worden. Von der Auswertung der Geräte erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die genaue Absturzursache.

An Bord eines Flugzeugs befinden sich zwei Aufzeichnungsgeräte: der Flugdatenschreiber, der die technischen Daten während des Fluges registriert, sowie der Stimmenrekorder, der alle Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnet.

Die Maschine war am Sonntag auf dem Weg von Sotschi nach Syrien mit 92 Menschen an Bord abgestürzt. Es gibt keine Hoffnung auf Überlebende. Bislang wurden 15 Leichen und 239 Leichenteile geborgen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Behörden vermuten als Unglücksursache einen Pilotenfehler oder ein technisches Problem.

Die Maschine war um 5.40 Uhr Ortszeit (3.40 Uhr MEZ) in Adler, dem Flughafen von Sotschi, gestartet, wie Sprecher des Verteidigungsministeriums in Russland mitteilten. An Bord des Flugzeugs Tupolew Tu-154 seien unter anderen acht Mitglieder der Besatzung, neun Journalisten und 65 Sänger und Tänzer des Alexandrow-Ensembles gewesen. Ebenfalls an Bord war der Chorleiter Generalleutnant Waleri Chilalow.

Der berühmte Armeechor sollte bei den Neujahrsfeiern auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien auftreten. Russland unterstützt die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al Assad seit September 2015 auch durch Luftangriffe im Bürgerkrieg. (AFP)

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