Nach Daisy : Hoch Bob erhält uns die winterlichen Temperaturen

Tief Daisy brachte Schneechaos und Sturm, inzwischen hat sich die Lage in Deutschland weitgehend entspannt. Viele Straßen sind jedoch noch gesperrt. Auf Daisy soll nun das Hoch Bob folgen - und es richtig kalt werden lassen.

Daisy Schnee
Lichtblick. Deutschland klopft und kratzt sich den von Tief Daisy gebrachten Schnee langsam von den Schultern. -Foto: dpa

HamburgNach dem von Tief „Daisy“ ausgelösten Winterchaos haben die Hilfskräfte die Lage in Norddeutschland am Montag langsam wieder in den Griff bekommen. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein räumten sie die meisten Landstraßen und erreichten bis auf wenige Ausnahmen sämtliche eingeschneite Orte, wie Polizei und Innenministerien mitteilten. Wind und Schnee sorgten aber weiterhin für Probleme.

Auf der besonders betroffenen Insel Fehmarn im Osten von Schleswig-Holstein arbeiteten sich die Winterdienste in der Nacht mit schwerem Räumgerät zu den meisten Gemeinden vor. Einige Orte seien aber nach wie vor nicht erreichbar, sagte ein Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion in Lübeck. „Man kämpft sich so langsam durch die Schneemassen.“ Nach Angaben aus dem Lagezentrum der schleswig-holsteinischen Polizei in Kiel war die Situation auf Fehmarn zunächst weiter angespannt. Durch starke Böen und Schnee könnten sich dort nach wie vor Schneeverwehungen bilden.

In Mecklenburg-Vorpommern war die am Wochenende komplett blockierte Autobahn 20 am Montag bei Greifswald in Fahrtrichtung Norden weiterhin unpassierbar. Die übrigen Straßen waren einer Sprecherin des Schweriner Innenministeriums zufolge „größtenteils befahrbar“. Die Lage habe sich entspannt. Lediglich einige Dörfer waren laut Polizei noch nicht mit dem Auto zu erreichen. Zudem wurde der öffentliche Personennahverkehr in den Landkreisen an der Küste eingestellt. Weiter gesperrt blieben auch einige Bahnstrecken. Schneewehen blockierten etwa die Regionalverbindung zwischen Stralsund, Greifswald und Pasewalk, teilte die Bahn mit.

Auch auf mehreren Landes- und Bundesstraßen auf dem schleswig-holsteinischen Festland kam es laut Polizei am Montag gelegentlich noch zu Schneeverwehungen und Sperrungen. Zusätzlich sorgten eisglatte Fahrbahnen im Berufsverkehr für Probleme, unter anderem auf den Autobahnen A1 und A20. „Dort ist äußerste Vorsicht angebracht“, sagte eine Sprecherin der Landespolizei in Kiel. Insgesamt habe sich die Lage in Schleswig-Holstein aber klar beruhigt.

Dort und im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern hatten am Wochenende teils meterhohe Schneewehen Straßen und Bahngleise blockiert und viele kleinere Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Grund war Wintertief „Daisy“, dass mit eisigem Sturm und Schnee über das Land fegte. Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es teils erhebliche Verkehrsprobleme. Am Frankfurter Flughafen fielen hunderte Flüge aus, in vielen Regionen ereigneten sich zahlreiche Glätteunfälle. Massive Behinderungen gab es am Sonntag auch im Bahnverkehr in ganz Norddeutschland.

Als Reaktion auf die Schneemassen und die massiven Verkehrsprobleme hatte die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern für Montag die Schulen im ganzen Land geschlossen. Am Dienstag müssen die Kinder nach Angaben des Schweriner Bildungsministeriums wieder zur Schule. Nur falls der Schulbusverkehr in einigen Landstrichen weiterhin beeinträchtigt sei, seien die betroffenen Schüler vom Unterricht befreit. In Schleswig-Holstein fiel der Unterricht am Montag in fünf Landkreisen aus.

Der Deutsche Wetterdienst rechnete für Montag und die Nacht zum Dienstag an der Ostsee weiterhin mit leichtem Schneefall, Wind und damit einhergehenden lokalen Verwehungen. Bis Dienstag sollte sich die Lage aber entspannen. Tief „Daisy“ ist mittlerweile zum Schwarzen Meer weitergezogen. AFP

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