• Nach dem Busunglück: Schweizer Todestunnel - Meer der Tränen, Berge von Blumen
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Nach dem Busunglück : Schweizer Todestunnel - Meer der Tränen, Berge von Blumen

Schweizer und Belgier trauern um die toten Kinder. Angehörige sind jetzt aus Belgien zur Unfallstelle in die Schweiz gereist. Die Ursache des Unglücks ist nicht geklärt.

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Auf der Suche nach der Unfallursache hatten die Ermittler bisher drei Thesen. Keine davon konnte bestätigt werden. Der Busfahrer ist damit entlastet. Jetzt konzentrieren sich die Recherchen auf einen möglichen technischen Defekt. Experten untersuchen das Wrack genauer.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
14.03.2012 16:04Auf der Suche nach der Unfallursache hatten die Ermittler bisher drei Thesen. Keine davon konnte bestätigt werden. Der Busfahrer...

Nach dem Unfall eines belgischen Busses steht die Schweiz unter Schock. Der Tod von 22 Kindern und sechs Erwachsenen, die allesamt zum Urlaub ins Land gekommen waren, trifft das Land ins Mark. Die Eidgenossen, denen Sicherheit als höchstes Gut gilt, fragen sich: Wie konnte so eine Tragödie passieren? Ist unser Straßensystem doch nicht so ausgereift, wie wir immer dachten? Schmerz und Fassungslosigkeit der Eidgenossen verdichteten sich nahezu exemplarisch in dem aschfahlen Gesicht der Bundespräsidentin. Eveline Widmer-Schlumpf sagte nach der Tragödie: „Ich habe Mühe, die richtigen Worte zu finden.“ Mütter und Väter besuchten die Kapelle auf dem Zentralfriedhof der Kantonshauptstadt Sitten (französisch: Sion), wo die Leichen der 22 bei dem Unfall am Dienstagabend getöteten Kinder aufgebahrt sind.

Tränen und Blumen, mühsame Beherrschung und versteinerte Mienen – im flämischen Lommel herrschen nach dem Busunglück in der Schweiz Trauer und Bestürzung. Die Schule der kleinen Stadt nahe der niederländischen Grenze hat in einem einzigen schrecklichen Augenblick 15 Kinder verloren. Die Mitschüler und Anwohner versuchen am Donnerstag, den Schock auf ihre Weise zu verdauen. Gegen acht Uhr morgens am zweiten Tag nach dem Unglück im schweizerischen Wallis treffen die ersten Schüler und Eltern an der Schule „'t Stekske“ ein. Viele legen Blumen nieder, Stofftiere oder Zeichnungen, andere zünden Kerzen an. Worte des Trostes auf Pappen und Papieren: „Keine Zukunft, keine schönen Kindheitsträume mehr, nur euer unvorstellbares Leid, das nie aufhören wird – wir tragen es mit euch“, heißt es auf einem Zettel.

Nach dem Schulurlaub in den Alpen war der Bus mit 52 Insassen am Dienstag um 21 Uhr 15 frontal in eine Nothaltebucht eines Tunnels der A9 gerast, bei Siders im Kanton Wallis. Neben den Toten sind auch 24 verletzte Kinder zu beklagen. Drei von ihnen rangen auch 36 Stunden nach dem Unglück im Universitätsspital von Lausanne mit dem Tod.

Antworten auf die Frage nach der Unfallursache bleiben auch am Donnerstag zunächst aus. Die Ermittlungsbehörden verfolgten drei mögliche Spuren. Technische Defekte des Fahrzeugs wie fehlerhafte Bremsen oder gesundheitliche Probleme des Fahrers wie einen Schlaganfall oder aber menschliches Versagen.

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