Nach dem Urteil : Suizidgefahr bei Josef F. - Überwachung intensiviert

Nach Meinung vieler Experten ist der Inzesttäter Josef F. nach seiner Verurteilung stark selbstmordgefährdet und hat deshalb einen Psychiater zur persönlichen Betreuung bekommen.

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19.03.2009 - Josef F. zu lebenslanger Haft verurteilt: Die acht Geschworenen in St. Pölten sprechen Josef F. einstimmig in allen...Foto: dpa

St. PöltenEinen Tag nach dem Urteil ist die Überwachung des Inzesttäters Josef F. wegen Suizidgefahr intensiviert worden. Der 73-Jährige war am Donnerstag von einem Schwurgericht in St. Pölten wegen Mordes, Sklaverei und Vergewaltigung zu lebenslanger Haft mit Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher verurteilt worden. Wie der stellvertretende Leiter der Justizvollzugsanstalt St. Pölten, Erich Huber-Günsthofer, mitteilte, habe man F. einen Psychiater zur Seite gestellt.

Mehrere Psychologen haben inzwischen gewarnt, dass F. wegen seiner abnormen Persönlichkeit und seines extrem ausgeprägten Machttriebs nach der Verurteilungen stark selbstmordgefährdet sei. Der F. zur Seite gestellte Psychiater habe auch die Urteilsverkündung verfolgt und bereits unmittelbar danach ein Gespräch mit F. geführt, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Bei F. sei nach dem Prozess eine "gewisse Erleichterung erkennbar", hieß es. (jvo/dpa)

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