Nach Erdbeben : Iran lehnt ausländische Bebenhilfe ab

14.08.2012 00:00 Uhr

Das schwere Doppelbeben im Nordwesten Irans hat mehr Todesopfer gefordert als zunächst befürchtet. Hilfe aus dem Ausland lehnte Iran ab.

Mindestens 308 Menschen starben, wie Einsatzleiter Hassan Kadami am Montag in Teheran sagte. Es gebe kaum noch Hoffnung, Überlebende in den Trümmern zu finden. Die Rettungsarbeiten seien bereits eingestellt worden, teilte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid-Dastdscherdi mit. Mehr als 5000 Menschen wurden verletzt, etwa 16 000 sind obdachlos. Viele der Opfer seien in Krankenhäusern oder auf dem Weg dorthin gestorben, hieß es. Die Versorgung der Opfer war besonders schwierig, weil es in der Katastrophengegend selbst keine Krankenhäuser gibt. Die teils langen Wege bis ins nächste Hospital überlebten viele Schwerverletzte nicht. Länder wie die USA und Deutschland boten ihre Hilfe an.

Das sei aber nicht notwendig, hieß es in Teheran. Das Ausmaß der Schäden sei nicht zu vergleichen mit dem verheerenden Beben, das 2003 die historische Stadt Bam und umliegende Orte weitgehend zerstört hatte. Mehr als 30 000 Menschen starben damals. Vielmehr müsse in der betroffenen Region die Infrastruktur verbessert werden. Es gelte, stabilere Wohnhäuser sowie Krankenhäuser zu bauen. Dies sei Sache der iranischen Regierung, hieß es. dpa

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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