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Nach Gehirnerschütterung : US-Außenministerin Clinton erlitt Blutgerinnsel im Kopf

31.12.2012 23:59 Uhr
Die scheidende US-Außenministerin Hillary Clinton erlitt vor einigen Wochen einen Schwächeanfall.Bild vergrößern
Die scheidende US-Außenministerin Hillary Clinton erlitt vor einigen Wochen einen Schwächeanfall. - Foto: AFP

Die Tage von US-Außenministerin Hillary Clinton in ihrem Amt sind gezählt. Nun bremsen gesundheitliche Probleme sie aus. Zur Behandlung eines Blutgerinnsels im Kopf muss die 65-Jährige über den Jahreswechsel im Krankenhaus bleiben.

Sorge um Hillary Clinton: Die US-Außenministerin muss wegen eines Blutgerinnsels im Kopf in einem New Yorker Krankenhaus behandelt werden. Das Gerinnsel befinde sich hinter dem rechten Ohr zwischen Schädeldecke und Gehirn, teilten Clintons Ärzte am Montag mit. Es habe nicht zu einem Schlaganfall oder dauerhaften Schäden geführt. Die 65-Jährige werde sich voll erholen, zeigten sich die Ärzte zuversichtlich. Die Außenministerin
werde mit blutverdünnenden Mitteln behandelt und aus dem Krankenhaus entlassen, sobald die richtige Dosis gefunden sei. Clinton sei guter Laune und in ständigem Kontakt mit Ärzten, Familie und Mitarbeitern.

Die Außenministerin hatte vor einigen Wochen infolge einer Magen-Darm-Erkrankung einen Schwindelanfall und war gestürzt. Dabei hatte sie nach offiziellen Angaben die Gehirnerschütterung erlitten, die erst Tage später festgestellt worden war. Das Blutgerinnsel war bei einer Folgeuntersuchung diagnostiziert worden.

Clinton ist schon seit Wochen nicht mehr öffentlich aufgetreten. Eine Auslandsreise sowie eine Befragung im Kongress musste sie absagen. Die ehemalige First Lady hat bereits vor längerer Zeit mitgeteilt, dass sie nicht für eine zweite Amtsperiode zur Verfügung stehen wird. Der wiedergewählte Präsident Barack Obama hat zwischenzeitlich den demokratischen Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Kerry für das Amt nominiert. Er muss noch vom Kongress bestätigt werden. Bis dahin wollte Clinton nach eigener Aussage weiterarbeiten.

Die demokratische Politikerin wird als mögliche Kandidatin für die nächste Präsidentschaftswahl 2016 gehandelt. Sie selbst hat solche Ambitionen wiederholt dementiert. Nach einer neuen Umfrage von CNN/ORC International poll würden 85 Prozent der Demokraten eine Kandidatur der Frau von Ex-Präsident Bill Clinton unterstützen.

Die Politikerin litt schon einmal unter einer Thrombose. Bereits 1998 sei ein Blutgerinnsel bei ihr festgestellt worden, sagte sie 2007 in einem Interview der „New York Daily News“. Das sei ihr bis dato schlimmster Schreck in Sachen Gesundheit gewesen. „Ich war gerade im Wahlkampf für (den New Yorker Senator) Chuck Schumer, als mein Fuß zu schmerzen begann und ich ein Problem hatte, meinen Schuh anzuziehen.“ Schließlich sei sie auf Anraten eines Arztes ins Krankenhaus gegangen. Dort habe man dann das Gerinnsel entdeckt. „Ich hatte Glück. Wir konnten es vollständig auflösen, und es gab keine weiteren Konsequenzen.“ (dpa)

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