Nach Skiunfall : Natasha Richardson ist tot

Die britische Schauspielerin und Ehefrau von Liam Neeson, Natasha Richardson, ist an den Folgen eines Skiunfalls gestorben. Die 45-Jährige war auf einer Anfängerpiste während einer Unterrichtsstunde gestürzt. Die genaue Todesursache ist weiter unklar.

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Natasha Richardson hinterlässt einen Ehemann und zwei Kinder. -Foto: dpa

Zwei Tage nach ihrem Skiunfall ist die britische Schauspielerin Natasha Richardson gestorben. Das teilte ein Sprecher ihres Mannes, des Schauspielers Liam Neeson, am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles mit. Die 45-Jährige hatte sich bei dem Skiunfall offenbar eine Hirnverletzung zugezogen, die zunächst nicht erkannt worden war.

"Liam Neeson, seine Söhne und die ganze Familie sind vom Tod ihrer geliebten Natasha schockiert und am Boden zerstört", heißt es in einer Erklärung, die von Neesons Sprecher Alan Nierob in Los Angeles veröffentlicht wurde. Die Erklärung enthielt keine Angaben zur Todesursache. Richardson starb im Lenox-Hill-Krankenhaus in New York. Sie war mit einem Privatjet von Kanada in die USA verlegt worden. Die Verletzung hatte sie sich am Montag bei einem Skikurs auf der Anfängerpiste von Mont Tremblant in Kanada zugezogen.

Richardson stammte aus einer berühmten britischen Künstlerfamilie: Ihre Mutter ist Schauspielerin Vanessa Redgrave, ihr Vater Regisseur Tony Richardson. Mit Neeson war Richardson seit 1994 verheiratet. Sowohl Redgrave als auch Richardsons Söhne und ihre Schwester Joely Richardson sowie die Hollywood-Legende Lauren Bacall hatten die Sterbende im Krankenhaus in Manhattan besucht.

Zunächst keine Anzeichen

Nach dem Unfall habe es "keine Anzeichen für eine Verletzung" gegeben, erklärte die Verwaltung des Skigebiets. Vorsichtshalber sei Richardson aber von ihrem Skilehrer zum Hotel begleitet worden. Er habe ihr geraten, einen Arzt aufzusuchen. Als die Schauspierlein sich nach einer Stunde unwohl fühlte, wurde sie zunächst in das Sainte-Agathe-Krankenhaus in Québec und später ins Sacré-Coeur-Krankenhaus in Montréal gebracht.

"Wenn wir eine derartige Geschichte hören, denken wir unmittelbar daran, dass sich ein Blutklumpen zwischen dem Schädel und dem Hirn gebildet haben könnte", sagte die Neurologin von der Emory-Universität dem Nachrichtensender CNN. "Patienten können eine lichte Periode haben, die Minuten oder auch Stunden dauern kann, aber dann dehnt sich der Blutklumpen aus und übt Druck auf das Gehirn aus, was schnell fatale Folgen haben kann."

Richardson wurde 1998 für ihre Rolle in dem Musical "Cabaret" ausgezeichnet. Sie spielte unter anderem in den Filmen "The Parent Trap" mit Lindsay Lohan und "Maid in Manhattan" mit Jennifer Lopez. Auch als Shakespeare-Darstellerin mit den Rollen der Ophelia in "Hamlet" und der Helena im "Sommernachtstraum" feierte sie Erfolge.

Neeson wurde vor allem durch seine Rolle in "Schindlers Liste" von Steven Spielberg bekannt. Richardson und Neeson galten vielen als Traumpaar. Nachdem sich Neeson im Juli 2000 bei einem Motorradunfall das Becken brach und von seiner Frau bis zur Genesung gepflegt wurde, beschrieb er sie als "Engel." (nal/AFP)

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