Welt : Nach Tsunami Identitäten gewechselt?

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München Einige Deutsche haben das verheerende Seebeben in Südostasien am 26. Dezember 2004 angeblich genutzt, um sich eine neue Identität zu verschaffen. Bis Ende vergangener Woche wurden noch 173 Bundesbürger vermisst. Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes seien darunter mindestens „eine Handvoll, die überlebt haben, aber nicht gefunden werden wollen“, berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“. Den Ermittlern zufolge gebe es Anhaltspunkte dafür, dass diese Menschen nun versuchten, sich unter anderem Namen eine neue Existenz aufzubauen.

Konkrete Indizien wolle das BKA nicht preisgeben. Die Naturkatastrophe, bei der etwa 300000 Menschen starben, habe Absetzwilligen die ideale Gelegenheit geboten, ihre Identität zu wechseln. „Bei dem Chaos war es relativ leicht, spurlos zu verschwinden“, sagte ein Polizeibeamter. Motive für einen fingierten Tod gebe es viele: Familiäre oder berufliche Probleme, Schulden, Ärger mit der Polizei, Justizbehörden oder dem Finanzamt. Auch die Aussicht auf Geld aus Lebensversicherungen könnte Anreiz sein. ddp

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