Nach Tsunami : US-Küstenwache versenkt Geisterschiff

Die US-Küstenwache hat ein vom Tsunami in Japan auf den Pazifik hinausgetriebenes Schiff versenkt. Das Geisterschiff trieb ein Jahr lang auf dem Pazifik.

Geisterschiff. Rund 300 Kilometer vor der kanadischen Küste gesichtet.
Geisterschiff. Rund 300 Kilometer vor der kanadischen Küste gesichtet.Foto: AFP

Das bis zu 60 Meter lange Fischerboot habe vor der Küste Alaskas im Dunkeln eine erhebliche Gefahr für andere Schiffe dargestellt, sagte eine Sprecherin der US-Küstenwache am Donnerstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP.

Der Tsunami und seine Folgen in Bildern:

Erdbeben, Tsunami, Atomunfall in Japan
Die zerstörten Reaktorgebäude 1 und 2 des AKW Fukushima. Bisher hieß es nur in Reaktorblock eins sei es zu einer Kernschmelze gekommen. Nun bestätigt der Betreiber Tepco, dass die Brennstäbe auch in den Blöcken zwei und drei geschmolzen seien.Weitere Bilder anzeigen
1 von 165Foto: dpa
24.05.2011 07:40Die zerstörten Reaktorgebäude 1 und 2 des AKW Fukushima. Bisher hieß es nur in Reaktorblock eins sei es zu einer Kernschmelze...

Nach einer ersten Salve habe das Schiff zunächst Feuer gefangen, nach einer zweiten Salve sei es gesunken. In dem unbemannten Schiff könne sich möglicherweise Dieseltreibstoff befinden, der sich aber schnell auflöse. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt.

Was sich seit der Katastrophe in Japan verändert hat, hier in Bildern:

Fukushima vorher-nachher
Die Stadt Iwaki in der Präfektur Fukushima auf einem Foto vom 11. März 2011 (oben) und am 7. März 2012 (unten). Am Sonntag jährt sich die Natur- und Atomkatastrophe. Durch das Erdbeben der Stärke 9,0 und den Tsunami waren etwa 20.000 Menschen ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Mehr als 800.000 Häuser wurden vollständig oder teilweise zerstört.Weitere Bilder anzeigen
1 von 11Foto: REU
09.03.2012 14:52Die Stadt Iwaki in der Präfektur Fukushima auf einem Foto vom 11. März 2011 (oben) und am 7. März 2012 (unten). Am Sonntag jährt...

Ein Erdbeben der Stärke 9,0 hatte im März 2011 den Nordosten Japans erschüttert, es folgte ein verheerender Tsunami, der insgesamt 20 Millionen Tonnen Trümmer fortspülte. Das japanische Schiff ist das bislang größte Trümmerteil, das auf den Pazifik hinaustrieb. Am 24. März wurde es erstmals vor der kanadischen Küste gesichtet, nachdem es tausende Kilometer zurückgelegt hatte.


Die kanadischen Behörden sahen jedoch keine Gefahr, da sich das Schiff weit genug von der Küste entfernt befand. Mit US-Computermodellen lässt sich die Ankunft von Trümmern des Tsunami in Japan vorhersagen.

7 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben