Welt : NACHRICHTEN  

Starker Anstieg der Syphilisraten in Großstädten

Berlin - Die Geschlechtskrankheit Syphilis wird in deutschen Großstädten immer häufiger diagnostiziert. So stiegen die Fallzahlen in Berlin vom Jahr 2007 zum Jahr 2008 um 44 Prozent, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag in seinem Bulletin mit. In Hamburg wurden in diesem Zeitraum rund ein Drittel mehr Patienten registriert. Besonders betroffen waren Männer, die Sex mit Männern hatten. Die Berliner Aids-Hilfe sieht weiterhin einen Trend zum ungeschützten Sex in der schwulen Szene. Beim Berliner Robert Koch-Institut werten Forscher Syphilis heute vorwiegend als Großstadtphänomen. Die höchste Zahl der Infizierten lag in Berlin bei rund 19 Fällen pro 100 000 Einwohner, gefolgt von Köln mit 18 und München mit 16 Fällen. In Hamburg lag die Zahl bei 11 und in Frankfurt (Main) bei 10 Fällen pro 100 000 Einwohner. dpa

Archäologen finden Hinweise auf Kannibalismus in der Pfalz

Herxheim - Archäologen haben in der Pfalz Hinweise auf massenhaften Kannibalismus in der Jungsteinzeit gefunden. Die Wissenschaftler entdeckten bei Herxheim die sterblichen Überreste von Hunderten Menschen, wie die Fachzeitschriften „Antiquity“ und „Science News“ berichteten. Die Betroffenen seien vor etwa 7000 Jahren möglicherweise rituell geopfert und anschließend aufgegessen worden. Wie die rheinland-pfälzische Archäologin Andrea Zeeb-Lanz sagte, deuten Schnittspuren darauf hin, dass die Opfer nach ihrer Tötung wie Schlachtvieh zerlegt wurden. Das Fleisch sei sorgfältig von den Knochen entfernt, die Knochen anschließend zertrümmert worden, um das Mark zu entfernen. Zeeb-Lanz geht von einer hochkomplexen Zeremonie aus, bei der Kannibalismus eine Rolle gespielt haben könnte. Allerdings sei auch nicht auszuschließen, dass die Betroffenen aus rein rituellen Gründen getötet und ihre sterblichen Überreste zerstört wurden, erklärte Zeeb-Lanz. Ein hieb- und stichfester Beweis für eine der beiden Thesen lasse sich nicht führen. Der französische Archäologe Bruno Boulestin vermutet nach Angaben von „Science News“, dass es sich bei den geopferten Menschen um Sklaven, Kriegsgefangene und andere Unfreie handelte. Die zertrümmerten Knochen wurden in verschiedenen Gruben verscharrt. Da diese Praxis nur wenige Jahrzehnte andauerte, schließt Boulestin auf eine soziale und politische Krise, die sich in einer Welle der Gewalt entlud. AP

Umfrage: Viele würden bei Herzinfarkt das Falsche tun

Hamburg - Sechs von zehn Befragten gaben in einer Forsa-Umfrage an, sie würden einen Menschen mit Verdacht auf Herzinfarkt hinlegen und seine Beine hoch lagern. Das aber würde den lebensbedrohenden Zustand noch verschlimmern, teilte die Techniker Krankenkasse mit. „Ist der Patient bei Bewusstsein, sollte er bequem und mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden. So wird das Herz entlastet“, sagte die TK- Medizinerin Maria Schwormstedt. dpa

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