NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Dresdner Oberbürgermeisterin verliert Streit um Nacktgemälde

Dresden - Im Streit um ein Nacktgemälde hat Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) in Dresden ist das Bild, das Orosz weitgehend nackt und lediglich in rosafarbenen Strapsen und mit einer Bürgermeisterkette behängt zeigt, von der Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt. Das Gemälde einer Dresdner Künstlerin darf weiter in der Öffentlichkeit gezeigt werden (Az: 4 U 127/10). Sie hoben damit ein gegenteiliges Urteil des Dresdner Landgerichts auf, das in erster Instanz dem Unterlassungsantrag von Orosz stattgegeben hatte. Das OLG wies den Antrag von Orosz nun mit der Begründung ab, es handele sich um „ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte“ und um eine satirische Darstellung eines aktuellen politischen Geschehens. Das Bild zeigt die CDU-Politikerin vor der umstrittenen Waldschlösschenbrücke. Wegen des Baus hatte Dresden 2009 den Titel eines Unesco-Welterbes verloren. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben