NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Finanzierung durch Pharmakonzerne

verzerrt Studien

Hamburg/Köln - Die Erkenntnis ist nicht überraschend, aber jetzt ist es wissenschaftlich bestätigt: Finanziert ein Pharmakonzern medizinische Studien zu einem seiner Wirkstoffe, fällt das Ergebnis für ihn oft günstiger aus als bei Studien mit anderer Geldquelle. Eine Ursache sei, dass die Firmen die Studienprotokolle gezielt zu ihren Gunsten beeinflussten, schreiben Wissenschaftler im „Deutschen Ärzteblatt“. An der Analyse waren Fachleute der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft in Berlin und Wolf-Dieter Ludwig vom Helios-Klinikum in Berlin beteiligt. Sie werteten 57 Publikationen zu dem Thema aus, die zwischen November 2002 und Dezember 2009 veröffentlicht worden waren. Es handele sich hauptsächlich um Untersuchungen, deren Ziel es war, von Pharmafirmen finanzierte Studien mit unabhängig finanzierten zu vergleichen.dpa

Aktion „Busenbeben“

gegen Irans Geistlichkeit

Vancouver - Mit tiefen Dekolletés haben Frauen in aller Welt einen iranischen Geistlichen auf die Schippe genommen. Ihre Aktion namens „Boobquake“ (Busenbeben) sollte zeigen, dass „unzüchtige Kleidung“ keine Erdbeben auslöst, wie der muslimische Kleriker Kasem Sedighi behauptet hatte. Die Aktion begann am Montag im australischen Melbourne und zog sich rund um den Globus bis nach Vancouver. Dort wollten am Abend Demonstrantinnen anhand eines Seismografen zeigen, dass Brüste nicht die Erde erschüttern. Der schiitische Geistliche hatte am 16. April vor Gläubigen in Teheran erklärt, dass die mangelnde Verhüllung von Frauen an Erdbeben schuld sei. „Viele Frauen, die sich nicht zurückhaltend kleiden, führen junge Männer von ihrem Weg ab, korrumpieren ihre Keuschheit und verbreiten Unzucht in der Gesellschaft, die die Gefahr von Erdbeben erhöht.“ Die 22-jährige Amerikanerin Jen McCreight rief daraufhin über Facebook Frauen weltweit zum Gegenbeweis auf. dpa

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