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Nach dem Mord an der Bankiersfrau

steht die Polizei unter Druck

Heidenheim - Die Entführung und Ermordung der Bankiersfrau Maria Bögerl setzt die Polizei immer mehr unter Druck. Einige unangenehme Fragen sind offen: Warum wurde die Leiche nicht von der Polizei, sondern von einem Fußgänger gefunden? Warum wurden ausgerechnet in dem Waldgebiet, wo die Leiche entdeckt wurde, keine Spürhunde eingesetzt, obwohl nur unweit des Leichenfundortes bereits das Handy des Opfers gefunden worden war? Warum platzte eigentlich die Geldübergabe? Ebenfalls nahe am Fundort der Leiche war am Tag der Entführung vom 12. Mai die Übergabe der 300 000 Euro Lösegeld gescheitert. Das Geld kam zu spät zum vereinbarten Ort. „Die enge zeitliche Vorgabe und sehr detaillierte Vorgaben des Täters haben verhindert, dass das Lösegeld rechtzeitig an der vorgesehenen Abladestelle niedergelegt werden konnte. Es wurde um 15 Uhr 27 verspätet dort abgelegt. Bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr wurde das Lösegeld nicht abgeholt“, lautete die Erklärung der Polizei. Intern laufen die ersten Analysen, zu welchem Zeitpunkt welche taktische Entscheidungen getroffen wurden und ob diese richtig waren. Die Wörter „Fehler“ oder „Panne“ nimmt die Polizei aber nicht in den Mund. Manche fühlen sich an die blamable Suche nach dem Phantom von Heilbronn erinnert: Fast zwei Jahre nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn mussten Ermittler am 27. März 2009 einräumen, dass die Polizei in diesem Mordfall monatelang ein Phantom jagte. Die an mehreren Tatorten gefundene Genspur stammte von einer Arbeiterin, die bloß die Wattestäbchen für die Spurensuche beim Verpacken berührt hatte. Diese Bluttat ist nach wie vor ungelöst.FUNDORT AUTO] dpa

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