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Winnenden-Prozess: Vater soll

mit Tim an Tatwaffe trainiert haben



Stuttgart - Der Vater des Amokläufers von Winnenden soll mit seinem Sohn an der späteren Tatwaffe trainiert haben. Bei einer Polizeivernehmung habe der angeklagte Vater zugegeben, viermal mit Tim K. am Pistolenstand eines Schützenvereins mit der Waffe geschossen zu haben, sagte ein ermittelnder Kriminaloberkommissar der Waiblinger Polizei am Donnerstag im Prozess am Stuttgarter Landgericht. Bei der Durchsuchung von Tim K.s Zimmer seien zahlreiche nicht jugendfreie Horror- und Gewaltfilme gefunden worden, sagte der Kriminaloberkommissar. Diese habe der Schüler nach Aussage eines Freundes zum Teil schon im Alter von 13 Jahren angesehen. Zudem zitierte der Kriminaloberkommissar Lehrer und Schüler, die zu dem späteren Amokschützen Kontakt hatten. Tim K. sei „nicht unbedingt integriert gewesen“, aber auch kein Außenseiter. Tims Nachhilfelehrerin für Deutsch und Englisch gab dagegen an, Tim habe ihr erzählt, er werde wegen seiner Brille und seiner Kleidung gemobbt. In dem Prozess soll eineinhalb Jahre nach dem Amoklauf geklärt werden, ob der Vater eine Mitschuld an dem Verbrechen trägt. epd

Nigeria verbietet Goldgewinnung

nach Tod zahlreicher Kinder

Nairobi/Lagos - Der nigerianische Bergbauminister Musa Mohammed Sada hat einen sofortigen Stopp der Goldgewinnung im nordnigerianischen Bundesstaat Zamfara angeordnet. In den vergangenen Monaten waren dort mehrere hundert Kinder, die mit ihren Familien illegal nach Gold schürften, an Bleivergiftung gestorben. Nachdem allein in den vergangenen Tagen erneut zehn Menschen starben, entschloss sich die Regierung zu einem Schürfverbot, berichtete die nigerianische Online-Zeitung „Next“ am Donnerstag. In Zamfara schürften Bergarbeiterfamilien in Minen, die von den Bergbaugesellschaften bereits aufgegeben wurden. In Nigeria wird vielfach Gold in geringen Mengen aus Bleierz gewonnen. dpa

OECD: Fettleibigkeit

ist weltweite Volkskrankheit

ParisSPIRITS BAY] - Fettleibigkeit nimmt in immer mehr Ländern das Ausmaß einer Volkskrankheit an. In den Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist jeder zweite Bürger übergewichtig. Das zeigt eine am Donnerstag in Paris veröffentlichte Untersuchung. Allein in der Bundesrepublik trugen zuletzt 60 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen zu viele Kilos mit sich herum. Rund jeder sechste Deutsche galt sogar als krankhaft fettleibig. Weltweit Spitzenreiter sind die Fast-Food-Länder USA und Mexiko. Als Ursache für die Entwicklung nennen die OECD-Experten veränderte Lebensgewohnheiten: Zu viel Fett, zu viel Süßes, zu viel Stress und zu wenig Bewegung. dpa

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