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Erwärmung der Arktis

ist Ursache für kalte Winter

Washington - Die Erwärmung der Arktis schreitet nach einem Bericht im Auftrag der US-Regierung ungebremst voran und wirkt sich offenbar auch auf das Wetter in bewohnten Gebieten der Nordhalbkugel aus. In der Region am Nordpol seien die Temperaturen auf Rekordwerte gestiegen, hieß es in dem von 69 internationalen Wissenschaftlern erstellten Jahresbericht „Arctic Report Card“, den die Regierung in Washington vorstellte. In Grönland gehe die im Sommer gemessene Eismenge zurück. In den Jahren 2009/2010 habe die Menge des Sommereises ihren drittniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 erreicht, hieß es. Weniger Sommereis habe es nur 2007 und 2008 gegeben. Die Dauer, für die Grönland von Schnee bedeckt war, sei auf ein Rekordminimum gesunken und die durchschnittliche Eisdicke nehme weiter ab. Es gebe Hinweise, dass die höheren Lufttemperaturen in der Arktis die Luftzirkulation in den Süden verändere. Demnach besteht ein Zusammenhang zwischen dem extrem kalten und schneereichen Wetter im vergangenen Winter auf der Nordhalbkugel und den durch die Erwärmung veränderten Winden der Arktis. AFP

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