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Alle Angeklagten im Fischer-Prozess zu Geldstrafen verurteilt



München - Im Prozess um Nötigung und Verletzung der Privatsphäre von Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer („Pfarrer Braun“) sind alle fünf Angeklagten zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht München befand die drei Männer und zwei Frauen am Montag der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs Fischers durch die Aufnahme eines Sex-Videos für schuldig. Der angeklagte ehemalige „Bild“-Redakteur wurde darüber hinaus wegen Nötigung verurteilt. Er muss mit 14 400 Euro die höchste Geldstrafe der fünf Angeklagten zahlen. Zwei beschuldigte Männer hatten zwei Frauen angestiftet, heimlich ein Video von einem intimen Treffen mit Fischer in dessen Wohnung zu drehen. Mit diesem Video habe sich einer der Männer im September 2009 an den Redakteur der „Bild“-Zeitung gewandt und es ihm verkauft. Durch den Verweis auf den Film habe der 29 Jahre alte Journalist Fischer daraufhin zur Zusammenarbeit mit ihm und seiner Zeitung gebracht. Vier der Angeklagten hatten gestanden und entschuldigten sich bei Fischer; dafür kamen sie mit glimpflichen Geldstrafen weg. dapd

Cholera: Vereinte Nationen sorgen sich um Slums in Port-au-Prince

Bonn - Nach dem Ausbruch der Cholera auf Haiti sorgen sich die UN vor einer Ausbreitung der Seuche in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Zeltlager der Erdbebenopfer seien „gar nicht so unser Problem, denn dort ist die Kontrolle durch humanitäre Organisationen ziemlich gut“, sagte die Sprecherin des UN-Büros für Humanitäre Angelegenheiten in Port-au-Prince, Imogen Wall, am Montag. „Viel mehr Sorge bereiten mir die Slums von Port-au-Prince, die schon vor dem Beben sehr anfällig waren für derartige Epidemien, weil es dort keine ärztliche Versorgung gibt, die Hygiene ist minimal.“ Bislang starben nach Behördenangaben 259 Menschen an der Durchfallerkrankung, mehr als 3300 haben sich bereits angesteckt. KNA/rtr

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