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Kein „Berlin“-Flughafen

bei Magdeburg

Berlin/Magdeburg – Außer bei Berlin, nämlich in Schönefeld, darf es keinen weiteren Berlin-Flughafen geben. Das Landgericht Berlin hat nach Angaben der Berliner Fluggesellschaft dem Flugplatz Cochstedt bei Magdeburg untersagt, sich in „Magdeburg-Berlin International“ umzubenennen. Gegen die von den Berlinern erwirkte einstweilige Verfügung kann der Flugplatz Cochstedt, auf dem vorwiegend Kleinflugzeuge starten und landen, Widerspruch einlegen. Der Name „Magdeburg-Berlin International“ suggeriere eine räumliche Nähe zur Hauptstadt und führe angesichts einer Entfernung von 200 Kilometern nach Berlin die Passagiere in die Irre, begründete das Landgericht seine Entscheidung. Die Berliner Flughafengesellschaft verweist darauf, dass die Fahrzeit mit dem Auto von Cochstedt nach Berlin mehr als zwei Stunden betrage. An das Bahnnetz sei der Flugplatz gar nicht angeschlossen. Zudem täusche der Name „Magdeburg-Berlin International“ eine nicht vorhandene Größe und Internationalität des Flugplatzes und des Flugangebotes vor. Zum aktuellen Zeitpunkt gebe es weder ein internationales Flugangebot noch einen geregelten Linienverkehr. Die Cochstedter wollten nach ihren Angaben mit dem neuen Namen vor allem Gewerbe anlocken. Passagiere in die Irre zu führen, sei nicht geplant gewesen. Der neue Flughafen in Schönefeld soll übrigens Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ heißen. kt

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