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40 Menschen sterben

bei Großbrand in Israel



Tel Aviv - Vierzig Gefängniswärter sind bei einem riesigen Waldbrand in Nord-Israel verbrannt. Sie waren in einem Bus auf der Flucht aus dem Katastrophengebiet, als dieser durch einen umgestürzten Baum gestoppt wurde und dann in Flammen aufging. Drei Insassen kamen schwer verletzt mit dem Leben davon. Der Waldbrand war am Donnerstagnachmittag auf dem Karmel-Gebirge östlich von Haifa ausgebrochen und breitete sich mit größter Geschwindigkeit aus. Mehrfach wechselte die Windrichtung, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte und dazu führte, dass sich mehrere Dutzend Feuerherde bildeten, zu denen die Feuerwehren kaum durchdringen konnten.

Mehrere Dörfer und Kibbuzim, das Gefängnis, ein Luxushotel und die Universität mussten evakuiert werden. Mehrfach waren Menschengruppen von Flammenmeeren umgeben, konnten aber gerettet werden, wenn auch teilweise mit erheblichen Verletzungen. Der Kibbuz Beit Oren brannte vollständig ab. Den Feuerwehren gelang es auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Im Gegenteil brannte auch ihr Kommandostand aus, sodass sie diesen in die Stadt Haifa verlegen mussten.

Fast so schnell wie das Feuer bereiteten sich – angesichts der zahlreichen Feuerherde – die Gerüchte über Brandstiftungen aus. Sie konnten allerdings bis in die Nacht nicht bestätigt werden. Genauso wenig wie Meldungen, nach denen der größte Brand in der Geschichte Israels auf einer illegalen Mülldeponie ausgebrochen sein soll. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wandte sich an Russland, Italien, Griechenland und Zypern mit der Bitte um Hilfe bei der Brandbekämpfung. Die als grüne Lunge geltenden herrlichen Wälder auf dem Karmel waren vollständig ausgetrocknet, wie alle Wälder und Felder in ganz Israel. Seit dem Frühling hat es nicht geregnet. cal

Haft für Jugendliche

nach tödlicher Prügelattacke

Hamburg - Das Hamburger Landgericht hat am Donnerstag zwei Schläger wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren und zehn Monaten beziehungsweise zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die beiden Jugendlichen hatten im Juni 2009 an einem Hamburger S-Bahnhof von einem 44-Jährigen 20 Cent verlangt, aber nach Überzeugung des Gerichts waren sie eher auf Provokation und Streit aus. Als der 44-Jährige ihnen das geforderte Geld nicht gab, prügelten die heute 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen auf ihn ein. Der Mann starb später im Krankenhaus. dpa

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