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Deutscher Arzt in Paris vor Gericht: Stieftochter starb in seiner Obhut



Paris - Anderthalb Jahre nach seiner Entführung aus Süddeutschland steht der deutsche Mediziner Dieter K. seit Dienstag in Paris vor Gericht. Der 75-Jährige muss sich vor einem Schwurgericht verantworten, weil er vor fast 30 Jahren seine Stieftochter Kalinka getötet haben soll. „Dieses Mal kommt er nicht davon“, sagte einer der Anwälte von Kalinkas leiblichem Vater André Bamberski. Bamberski hatte sich fast 30 Jahre lang dafür eingesetzt, dass K. vor Gericht gestellt wird. Der Franzose wirft dem früheren Kardiologen vor, Kalinka im Sommer 1982 am Bodensee missbraucht und durch eine Spritze getötet zu haben. Die deutsche Justiz hatte ihre Ermittlungen gegen den Arzt 1987 ohne Anklageerhebung abgeschlossen. Ein französisches Gericht verurteilte K. 1995 in Abwesenheit zu 15 Jahren Gefängnis. Um K., der von Deutschland nicht ausgeliefert wurde, doch noch vor Gericht zu bringen, ließ Bamberski den 75-Jährigen nach Frankreich entführen. Der Angeklagte, der bei der Entführung verletzt wurde, kam mit Krücken auf die Anklagebank. Er bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess soll bis Freitag kommender Woche dauern. AFP

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