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Hunderte Vermisste nach Tornados –

jetzt droht den USA Flutkatastrophe

Washington - Nach den schweren Tornados im Süden der USA wird das verheerende Ausmaß immer deutlicher: Bis zum Samstag bargen Helfer 340 Tote. Suchtrupps hatten nur noch wenig Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern zu finden. Das Schicksal Hunderter Menschen blieb ungewiss. „Die Rettungsarbeiten sind beendet“, sagte der Gouverneur von Alabama, Robert Bentley, in Birmingham. „Wir haben mit den Aufräumarbeiten begonnen.“ Der Nationale Wetterdienst sprach von der zweitgrößten Tornadokatastrophe in der Geschichte des Landes. Noch an diesem Wochenende sollten die ersten Opfer beerdigt werden.

Nach der Tornado-Serie im Süden der USA droht den Menschen dort jetzt auch noch eine Flutkatastrophe. Die Behörden der Bundesstaaten Louisiana und Mississippi warnten am Samstag davor, dass in den kommenden Tagen der Mississippi massiv über seine Ufer treten könnte. Für beide Staaten gilt der Notstand. Schlimmstenfalls drohe den Anwohnern des längsten Flusses der USA bis Mitte Mai ein Hochwasser von etwa 2,40 Metern Höhe, lautet die Warnung. Helfer begannen damit, Häuser mit Sandsäcken zu sichern. „Wir tun alles, um für den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein, hoffen aber das Beste“, sagte der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal. Das Hochwasser ist eine Belastungsprobe für die Dämme, die teilweise aus dem Jahr 1927 stammen. Am oberen Flusslauf des Mississippi im Bundesstaat Illinois standen bereits erste mobile Häusersiedlungen unter Wasser.

Bei den Stürmen, die am Mittwoch durch mehrere US-Staaten getobt waren, starben allein in Alabama mehr als 250 Menschen. „Es ist, als würde man nach einem furchtbaren Traum wach werden und dieser Traum hört einfach nicht auf“, sagte ein Überlebender in der schwer verwüsteten Stadt Tuscaloosa. Vor der aufgehenden Sonne bot sich dort am Samstagmorgen die Silhouette einer Blech- und Geröllwüste. Präsident Barack Obama versprach Aufbauhilfe. „Ich habe noch nie eine derartige Verwüstung gesehen“, sagte Obama bei einem Besuch in der Katastrophenregion. dpa/AFP

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