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Blendung im Iran verschoben

Teheran - Die iranische Justiz hat die Vergeltungsaktion einer Frau, die Opfer eines Säureattentats wurde, an ihrem Peiniger auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Samstag unter Berufung auf Justizkreise. Ameneh Bahrami wollte den Mann am Samstagmittag in einem Krankenhaus in Teheran auf beiden Augen blenden. Vor Gericht hatte sie erstritten, dass sie den Attentäter nach dem Prinzip „Auge um Auge“ strafen kann. Der Mann hatte Bahrami 2004 Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet, weil sie mehrere Heiratsanträge abgelehnt hatte. Seitdem ist die 32-Jährige blind, ihr Gesicht ist entstellt. Bahrami lebt in Spanien und war für die Racheaktion nach Teheran gereist. Nach dem Gerichtsurteil durfte Bahrami dem Mann, der wegen der Tat eine Gefängnisstrafe absitzt, mit einer Pipette Säure in die Augen träufeln. Der Mann sollte dafür betäubt werden. Ob und wann die Blendung nun stattfindet, wurde nicht bekannt. dpa

Mann enthauptet Britin auf Teneriffa

Madrid - In einem Badeort auf Teneriffa hat ein offenbar psychisch gestörter Mann eine Britin in einem Supermarkt enthauptet. Der 28-jährige obdachlose Bulgare habe die 60-Jährige mit einem Messer angegriffen, den Kopf abgetrennt und sei mit dem Kopf in der Hand aus dem Geschäft gerannt, teilte die Polizei der spanischen Kanareninsel mit. Der Angreifer wurde festgenommen. Den Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall im Badeort Los Cristianos im Süden der Insel. Der Bürgermeister von Los Cristianos, José Alberto González Reverón, sagte, die Aufzeichnungen der Überwachungskamera zeigten, wie der Mann in den Supermarkt ging, sich ein Messer nahm und die Frau enthauptete. Der Täter habe vorher kein Wort mit seinem Opfer gewechselt. Dem Bürgermeister zufolge lebte der Mann in einem „halb verlassenen“ Haus und schrie häufig, er sei „Gott auf Erden“. Die Vertreterin der Kanaren bei der spanischen Regierung, Dominica Fernandez, sagte, der Täter habe das Opfer zufällig ausgewählt. Das britische Außenministerium bestätigte den Tod einer Britin auf Teneriffa. AFP

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