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Flutkatastrophe in Pakistan

weitet sich aus

Islamabad - Die verheerenden Überschwemmungen im Süden Pakistans nehmen immer größere Ausmaße an. Die Zahl der Toten sei auf mindestens 342 gestiegen, teilte die Katastrophenschutzbehörde NDMA am Samstag mit. Inzwischen seien mehr als sieben Millionen Menschen von den Fluten betroffen, über eine halbe Million Häuser seien beschädigt worden. Rund 24 000 Quadratkilometer Land in der Provinz Sindh stünden unter Wasser – das entspricht in etwa der Fläche des Bundeslandes Mecklenburg- Vorpommern. Ausgelöst wurden die Überschwemmungen von den seit Ende August anhaltenden Monsunregenfällen. Mit Unterstützung der Vereinten Nationen versuchen die pakistanischen Behörden, die Flutopfer mit dem Nötigsten zu versorgen. Hilfsorganisationen warnen bereits vor dem Ausbruch von Krankheiten. Angesichts der Ausmaße der Katastrophe hatte Premierminister Yousuf Raza Gilani seine Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York abgesagt. Weite Teile Sindhs waren bereits 2010 von einer Jahrhundertflut heimgesucht worden, die rund 2000 Menschen das Leben kostete und 18 Millionen Einwohner aus ihren Häusern vertrieb. dpa

Kleinkind musste 90 Minuten

alleine Bahn fahren

Jena/Erfurt - Ohne seine Eltern musste ein erst 18 Monate alter Junge in einem Regionalzug von Jena nach Erfurt fahren. Die Türen des Zuges hätten sich am Freitagnachmittag in Jena West geschlossen, bevor der Vater einsteigen konnte. Trotz lauter Rufe des Vater sei der Lokführer dann einfach losgefahren, schilderten die Eltern die Ereignisse am Samstag. Ein Bahnsprecher bestätigte den Vorfall. „Es tut uns sehr leid“, sagt der Sprecher. Offenbar habe der Lokführer bei der Überprüfung des Bahnsteiges nicht bemerkt, dass der Vater noch schnell sein Fahrrad holen wollte und sei losgefahren. Erst eineinhalb Stunden später konnte dieser seinen Sohn in Erfurt in Thüringen abholen.

Nach Angaben der Polizei beobachteten Reisende im Zug, wie das Kind von seinem Vater getrennt wurde. Sie hätten sofort die Polizei verständigt und sich gemeinsam mit dem Zugpersonal um den kleinen Jungen gekümmert. dpa

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