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Russische Sojus-Rakete bringt

deutsche Galileo-Satelliten ins All

Kourou - Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA und Russland haben am Freitag auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana Doppelpremiere gefeiert. Bei ihrem Erststart auf dem amerikanischen Kontinent hat die russische Trägerrakete Sojus-ST im zweiten Anlauf um 7.30 Uhr Ortszeit mit den ersten beiden Satelliten des europäischen Weltraumnavigationssystems Galileo von der neuen Startrampe abgehoben, teilte die Betreibergesellschaft Arianespace mit. Ein erster Versuch musste am Donnerstag wegen eines Problems mit dem Betankungssystem abgebrochen werden. Das Satelliten-Ortungssystem Galileo ist ein Konkurrent des amerikanischen GPS-Systems. dapd

Deutscher Satellit Rosat könnte

auf Deutschland abstürzen

Köln - Deutschland muss haften, wenn durch den Absturz des deutschen Satelliten Rosat Schäden entstehen. Der Röntgensatellit Rosat soll an diesem Wochenende unkontrolliert abstürzen. Das Raumfahrzeug werde am Samstag oder Sonntag wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Wo er auftrifft ist unklar. Theoretisch könnte er in Deutschland abstürzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trümmerteile über Deutschland abstürzen, liegt laut DLR bei eins zu 580. Dass in Deutschland jemand zu Schaden kommt, gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 700 000 als nahezu ausgeschlossen. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre werden nicht alle Teile von Rosat verglühen. Als größtes Schrottstück mit einem Gewicht von bis zu 1,6 Tonnen könnte der Spiegel auf die Erde herabfallen – was wohl einen Krater von mehreren Metern Durchmesser verursachen würde. Die Rosat-Mission im All – eine deutsch-britisch-amerikanische Kooperation – hatte im Sommer 1990 begonnen und wurde nach DLR-Angaben zu einer großen Erfolgsgeschichte für die Wissenschaft. Nach Schäden war Rosat im Februar 1999 aufgegeben worden. Seitdem besteht kein Kontakt zum Satelliten, seine Flugbahn wird aber dauernd neu erfasst. dpa

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