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Todesrisiko durch Masern

offenbar höher als bisher vermutet

Aschaffenburg - Ein sechsjähriges Mädchen liegt mit den Spätfolgen einer Masern-Erkrankung in Aschaffenburg im Sterben. Angesichts dieses Falls warnt der bayerische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vor tödlichen Spätfolgen der Masernerkrankung. Das Mädchen leide an der sogenannten Subakuten Sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE). Die chronische Gehirnentzündung tritt als Masernspätfolge erst mehrere Jahre nach der Erkrankung auf und endet stets tödlich. Der Berufsverband schätzt, dass etwa eine von 200 Maserninfektionen im ersten Lebensjahr SSPE als Spätfolge nach sich ziehen könne. Demnach sei das Risiko deutlich größer als bisher angenommen. Bislang sei das Risiko nicht mit 1 : 200, sondern mit 1 : 5000 beziffert worden. Das Robert-Koch-Institut will sich demgegenüber nicht auf genaue Risikozahlen festlegen. Der Bundesberufsverband der Kinder- und Jugendärzte plädiert für eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern. bap

Bangkok droht

langfristig im Meer zu versinken

Bangkok - Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat zusätzlich zu den verheerenden Überschwemmungen ein weiteres Problem. Experten wiesen am Montag darauf hin, dass sich die niedrig gelegene Metropole nur 30 Kilometer nördlich des thailändischen Golfs befindet, dessen Wasserstand bis 2050 um 19 bis 29 Zentimeter steigen dürfte. Auch das Niveau des Chao-Phraya-Flusses, der bereits jetzt regelmäßig über seine Ufer tritt, dürfte weiter ansteigen. Wenn nichts zum Schutz der Stadt geschehe, werde Bangkok in 50 Jahren zum größten Teil unter dem Meeresniveau liegen, sagte der Klimaexperte Anond Snidvongs von der Chulalongkorn-Universität in Bangkok. Für das allmähliche Absinken der Stadt wird aber auch die jahrelange aggressive Entnahme von Grundwasser für den wachsenden Bedarf der Betriebe und der zwölf Millionen Einwohner verantwortlich gemacht. Anond ist davon überzeugt, dass Bangkok weiterhin „alarmierend“ um ein bis drei Zentimeter jährlich sinkt. Seiner Meinung nach muss sogar erwogen werden, ob nicht eine völlig neue Stadt geschaffen werden muss. AFP

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