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Chevron muss Öl-Bohrung

in Brasilien stoppen

São Paulo - Brasiliens Behörden haben alle Bohrarbeiten des US-Ölkonzerns Chevron im Land vorläufig gestoppt. Damit reagierte die Nationale Erdölagentur (ANP) auf mutmaßliche Nachlässigkeiten und Informationsmängel von Chevron Upstream Brasil beim Ölunfall vor Brasiliens Küste. Chevron selbst teilte mit, man habe alle derzeitigen und künftigen Offshore-Bohroperationen freiwillig suspendiert. Nach ANP-Angaben gilt der Bohrstopp so lange, bis die Ursache für den Ölaustritt geklärt und die Verantwortlichen gefunden sind. Derzeit werden auch Vorwürfe geprüft, wonach Chevron Sand über den Ölfilm auf hoher See gestreut haben soll. Bei dem Unfall im Frade-Feld im Campos-Becken rund 370 Kilometer nordöstlich Rios waren hunderttausende Liter Rohöl ausgetreten. Chevron hatte für den Vorgang die volle Verantwortung übernommen. Ursache des Ölunfalls sind möglicherweise Fehler bei der Druckberechnung für eine Bohrung. dpa

Millionen-Entschädigung

von Jacksons Arzt gefordert

Los Angeles/New York - Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Leibarzt von Michael Jackson soll nach dem Willen der Ankläger mehr als 100 Millionen Dollar an die Kinder des toten Popstars zahlen. Diese Summe steht in einem Antrag, den die Staatsanwaltschaft dem Richter vor der Verkündung des Strafmaßes in der nächsten Woche zukommen ließ, berichteten mehrere US-Medien am Donnerstag übereinstimmend. Damit wollen die Ankläger erreichen, dass der Arzt Conrad Murray zur Höchststrafe von vier Jahren verurteilt wird. Die Staatsanwälte begründen die Forderung mit den Einnahmen, die Jacksons Hinterbliebenen entgangen seien. Die Nachlassverwalter sind der Ansicht, dass der Sänger mit der „This Is It“-Tour 100 Millionen Dollar verdient hätte. Dabei ist auch den Staatsanwälten klar, dass Murray diese Summe nicht aufbringen kann. „Diese Entschädigungsforderung soll eine Botschaft an den Richter sein“, sagte der Rechtsexperte Royal Oakes dem Sender NBC. Die Botschaft laute: „Wenn er die Millionen hat, muss er zahlen. Wenn nicht, soll er eben die Höchststrafe hinter Gittern absitzen.“ dpa

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