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Studie: Facebook macht viele Nutzer

unzufrieden und neidisch

Berlin - Frust, Unzufriedenheit, Neid – soziale Netzwerke lösen auch einer deutschen Studie zufolge bei einem Teil ihrer Nutzer negative Gefühle aus. Über ein Drittel der Befragten fühle sich während und nach der Nutzung schlecht, haben Forscher der Technischen Universität Darmstadt und der Humboldt-Universität zu Berlin herausgefunden. Sie seien einsam, müde, traurig oder frustriert. Die deutsche Studie bestätigt US-Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren. Diese sind offenbar über Kulturen hinweg gültig. Als wesentlichen Grund sehen die Forscher den Neid auf die positiven Nachrichten der Facebook-Freunde. „Normalerweise beneidet man Leute, die einem ähnlich sind“, sagte Projektleiterin Hanna Krasnova am Montag. Auf Facebook erfahren Nutzer mehr über andere, ihnen ähnliche Menschen, mit denen sie sich vergleichen können. Um diese negativen Gefühle zu kompensieren, komme es zu einer ausgeprägteren Selbstpräsentation auf Facebook – die wiederum Neidgefühle bei anderen hervorrufe. Die Forscher sprechen von einer „Neidspirale“. Dies führe dazu, dass die Nutzer ihr Leben positiver darstellten, als es tatsächlich sei. dpa

HU BERLIN]TU DARMSTADT]Umfrage: Deutschland

ist weniger kinderfreundlich

Hamburg - Die Lebensqualität für Kinder ist nach einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen in Deutschland gesunken. Nur 15 Prozent stuften 2012 Deutschland noch als kinderfreundlich ein, zwei Jahre zuvor war es noch 21 Prozent. Beim Thema Kinderfreundlichkeit rangiert Dänemark in Europa an erster Stelle. Dort halten neun von zehn Dänen ihr Land für kinderfreundlich. Dies sagte auch knapp die Hälfte der Spanier, Niederländer und Griechen über ihre Gesellschaft. Deutschland ist mit Abstand Schlusslicht bei der Befragung. Bei Kinderfreundlichkeit geht es nach Auffassung des wissenschaftlichen Leiters der Stiftung, Ulrich Reinhardt, in Deutschland nicht allein um mehr Krippenplätze und Ganztagsschulen oder die Einführung eines Betreuungsgelds. Er mahnte mehr Toleranz und Respekt gegenüber Kindern und Eltern an: „Kinderlärm ist tatsächlich unsere Zukunftsmusik.“ dpa

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