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Kardinal Meisner lehnt nicht mehr

alle Formen der „Pille danach“ ab



Köln/Düsseldorf - Der Kölner Kardinal Joachim Meisner lehnt nicht mehr alle Formen der „Pille danach“ im Falle einer Vergewaltigung ab. Zudem betont er in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung, dass in katholischen Krankenhäusern auch über Schwangerschaften verhindernde Methoden beraten werden könne, die nach kirchlicher Auffassung nicht vertretbar seien. Allerdings müsse den Frauen auch die katholische Position erläutert werden, „ohne irgendwelchen Druck auszuüben“. Nach den Worten Meisners ist im Falle einer Vergewaltigung nichts gegen Präparate einzuwenden, die eine Befruchtung verhindern. Allerdings lehnte er jene Pillen als ethisch nicht vertretbar ab, die eine bereits befruchtete Eizelle an der Einnistung in der Gebärmutter hindern. Einer befruchteten Eizelle komme der Schutz der Menschenwürde zu. KNA

China: Familie hält Sohn jahrelang

mit Handpumpe am Leben

Peking - Mit einem selbst gebastelten Beatmungsgerät hat ein chinesisches Paar jahrelang seinen schwer erkrankten Sohn am Leben gehalten. Die Eltern drückten tausende Male täglich den kleinen Luftbehälter, der an einen Schlauch angeschlossen war, um ihren Sohn zu beatmen. Auch als Wang Lanqin und ihr Mann Fu Minzu mithilfe von Verwandten ein mechanisches Gerät selber bauen konnten, benutzten sie weiterhin tagsüber die Handpumpe, um Stromkosten zu sparen, und ließen das Gerät nur nachts laufen. Die ländliche Bevölkerung ist meist arm und von einer guten Gesundheitsversorgung abgeschnitten. Nachdem die verarmte Familie in den chinesischen Medien porträtiert worden war, erreichten sie nun zahlreiche Spenden. Eine Firma in Peking stellte der Familie zudem ein modernes Beatmungsgerät zur Verfügung. AFP

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