NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

20-Jährige in Papua-Neuguinea

als „Hexe“ verbrannt

Sydney - Eine 20 Jahre alte Frau in Papua-Neuguinea ist gefoltert und als angebliche Hexe verbrannt worden. Die Frau wurde beschuldigt, einen achtjährigen Jungen verhext und getötet zu haben, berichteten Lokalmedien. Eine wütende Menschenmenge in der Stadt Mount Hagen hatte dem Opfer den Angaben zufolge die Kleider vom Leib gerissen, die Frau mit Benzin überschüttet und auf einen Scheiterhaufen aus brennenden Autoreifen geworfen. Zuvor war die Frau mit heißen Schüreisen gefoltert worden, hieß es weiter. Feuerwehrleute, die das Feuer löschen wollten, wurden von dem Mob vertrieben. Den Berichten zufolge war das Opfer verheiratet und hatte eine acht Monate alte Tochter. Seit 1971 ist Hexerei sogar ein Straftatbestand, doch angesichts sich häufender Übergriffe wird eine Abschaffung des Artikels erwogen. Im Jahr 2009 wurde in Mount Hagen schon einmal eine Frau unter ähnlichen Umständen getötet. Auch aus anderen Teilen des Landes wurden in den vergangenen Jahren wiederholt grausame Ritualmorde in Zusammenhang mit Schwarzer Magie bekannt. dpa/AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben