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Artenschutzkonferenz schreckt

vor Handelsverbot für Haie zurück

Bangkok - Die internationale Artenschutzkonferenz CITES hat den Schutz von weiteren bedrohten Haiarten beschlossen. Demnach soll der Export von Flossen oder Fleisch des Weißspitzen- Hochseehais, drei Hammerhaiarten sowie des Heringhais künftig streng kontrolliert werden, heißt es in einem von den knapp 180 CITES-Vertragsstaaten am Montag in Bangkok verabschiedeten Antrag. Zu einem völligen Handelsverbot konnten sich die Staaten aber nicht durchringen. Japan und China, wo Haifischflossensuppe als Delikatesse gelten, sowie weitere asiatische Staaten hatten vergeblich versucht, den Antrag zu verhindern. Die Aufnahme von bedrohten Arten in den Anhang II verpflichtet die CITES- Vertragsstaaten, den Handel damit zu regulieren und kontrollieren. Der Export ist dann nur auf Grundlage eines wissenschaftlich untermauerten Unbedenklichkeitsattests möglich. Noch besseren Schutz hätte Anhang I geboten. AFP

Kraniche fliegen wegen Nebels

gegen Wände und sterben

Heyerode/Seebach - Dichter Nebel hat am Wochenende im Thüringer Waldgebiet Hainich Kraniche auf ihrem Flug in die Sommerquartiere orientierungslos gemacht. Die Vögel, die sich sonst am Magnetfeld der Erde und an den Sternen orientieren, mussten bei Heyerode nahe des Nationalparks äußerst niedrig fliegen. Manche landeten erschöpft auf Straßen. Einige seien gegen Häuserwände geprallt oder von Autos überrollt worden, sagte Stefan Jähne, Leiter der Vogelschutzwarte Seebach. Wie viele Tiere dabei starben, sei unklar. Die „Thüringer Allgemeine“ berichtet von mindestens zehn Kranichen. Jähne geht davon aus, dass weitere Meldungen eingehen. Vier verletzte Tiere werden in Seebach gesund gepflegt. „Wir hoffen, sie wieder auswildern zu können.“ Die Kraniche seien wegen des gutes Wetters aus ihren Winterquartieren im Süden gestartet und in Thüringen von der Kälte überrascht worden. Einige Tiere seien erschöpft auf Straßen gelandet und überfahren worden. „Sie verwechseln die nassen Straßen von oben wohl mit Seen oder Teichen.“ In Brandenburg sind im November 2011 mehr als 50 Kraniche und 300 Gänse überfahren worden. dpa

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