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Deutschland enthält sich: Gefahr

für Bienen durch Pestizide bleibt

Berlin - Im zuständigen Ratsausschuss in Brüssel ist ein Vorschlag der Europäischen Kommission gescheitert, ein zweijähriges Moratorium über eine Gruppe von Pestiziden zu verhängen, die Bienen gefährden. Die sogenannten Neonikotinoide werden verwendet, um Saatgut zu „beizen“. Das Pestizid verteilt sich während des Wachstums auf die ganze Pflanze. Das ist für Bienen und andere Bestäuberinsekten schädlich. 13 Länder haben für das Verbot, neun haben dagegen gestimmt. Deutschland hat sich gemeinsam mit Großbritannien bei der Abstimmung enthalten, weshalb keine ausreichende Mehrheit zustande kam. Das Agrarministerium hatte argumentiert, dass die „strengeren“ Regeln in Deutschland durch ein EU-einheitliches Verbot über einen Zeitraum von zwei Jahren unterlaufen würden. Von dem Verbot wären vor allem die Agrarchemiekonzerne Bayer und Syngenta betroffen. Über das Protestnetzwerk Avaaz hatten 2,5 Millionen Europäer ein Verbot der bienenschädlichen Pestizide verlangt, 350 000 hatten entsprechende Briefe an die Ausschussmitglieder geschrieben. deh

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