NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mädchen auf den Malediven

wird doch nicht ausgepeitscht

Male - Ein Gericht auf den Malediven hat das Auspeitschen eines 15 Jahre alten Vergewaltigungsopfers untersagt. Das Mädchen hätte 100 Peitschenhiebe erhalten sollen, weil es Sex vor der Ehe hatte. Demnach wurde das Urteil aufgehoben, weil die 15-Jährige wegen eines Traumas damals prozessuntüchtig gewesen sei. Der Stiefvater ist wegen Vergewaltigung des Mädchens angeklagt, der Prozess gegen die 15-Jährige bezog sich allerdings auf vermeintlich einvernehmlichen Sex mit einem anderen Mann. Die Malediven sind ein islamischer Staat, außerehelicher Geschlechtsverkehr ist auf den Inseln im Indischen Ozean verboten. Der Fall hatte internationale Kritik hervorgerufen. dpa

Gericht definiert Drängeln

auf der Autobahn

Hamm - Das Oberlandesgericht Hamm hat jetzt festgelegt, wann Drängeln auf der Autobahn Bußgeld kostet. Autofahrer, die mehr als drei Sekunden einen zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Wagen haben, müssen demnach zahlen. Eine entsprechende Entscheidung hat das Gericht am Donnerstag veröffentlicht. Es bestätigte damit eine in erster Instanz getroffene Entscheidung. Ein Verstoß gegen die Abstandsregelung kann dem Gericht zufolge mit einem Bußgeld geahndet werden, wenn der Verstoß „nicht nur ganz vorübergehend“ ist. Situationen, die nur kurzzeitig zu einem zu geringen Abstand führen, wie etwa das plötzliche Abbremsen oder ein Spurwechsel eines vorausfahrenden Wagens, sind demzufolge keine schuldhafte Pflichtverletzung. Die Frage, wann eine Unterschreitung des Abstands nicht nur vorübergehend ist, sei nach der zeitlichen Dauer zu beantworten. dpa

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