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Prostitution: Mediziner warnen

vor Stigmatisierung



Bochum - In der Debatte um Prostitution warnen Mediziner vor Restriktionen für Sexarbeiterinnen und vor Strafverfolgung von Freiern. „Alles was gegen Liberalisierung im Bereich der Prostitution arbeitet, wird die Situation deutlich verschlechtern. Damit schicken sie die Leute in den Untergrund“, sagte Professor Norbert H. Brockmeyer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für sexuell übertragbare Krankheiten (DSTIG) anlässlich einer Tagung zum Thema in Köln. „Wenn wir von unserem Vorgehen bei der HIV-Infektion lernen wollen, dann sehen wir, dass alle Staaten, die versucht haben, über Zwangsmaßnahmen die HIV-Epidemiologie einzudämmen, dramatische Zuwächse an Infektionen hatten.“ Ähnliche Effekte seien wahrscheinlich, wenn Sexarbeiterinnen und Freier in Deutschland Strafen oder stärkere Stigmatisierungen zu befürchten hätten. dpa

UN starten nach Polio-Ausbruch

in Syrien massive Impfkampagne

Genf - Die UN haben ihre bislang massivste Polio-Impfkampagne gestartet, um die Ausbreitung der Kinderlähmung in Syrien und der gesamten Region zu stoppen. In den kommenden sechs Monaten sollen 20 Millionen Kinder in dem Bürgerkriegsland und sechs weiteren Staaten immunisiert werden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Freitag in Genf mit. Die Rückkehr der Kinderlähmung nach Europa sei eine „reale“ Gefahr, warnte Martin Eichner von der Universität Tübingen am Freitag in „The Lancet“. Es sei „nicht ausreichend“, wenn nur syrische Flüchtlinge geimpft würden. AFP

USA erwägen Verbot

von künstlichen Transfetten

Washington - Die US-Gesundheitsbehörden wollen ein landesweites Verbot von künstlichen Transfetten auf den Weg bringen. Die Substanzen gelten als schädlich fürs Herz. Transfettsäuren – häufig nur Transfette genannt – sind ungesättigte Fettsäuren. Sie entstehen bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten, aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen. Backwaren, Fast-Food-Produkte, frittierte Speisen und Brotaufstriche können Transfette enthalten. dpa

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