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Chef-Brötchen gegessen: Sekretärinnen kämpfen um Job

Dortmund - Weil sie für Gäste und den Chef bestimmte Brötchen gegessen haben, müssen zwei Sekretärinnen des Bauverbands Westfalen in Dortmund um ihren Job kämpfen. Am Dienstag scheiterte der Gütetermin einer der beiden Frauen. Die Frauen mit 34 beziehungsweise fast 20 Dienstjahren im Betrieb waren fristlos entlassen worden, nachdem sie beim Brötchenschmieren für einen Geschäftsimbiss selbst etwas gegessen hatten. Die beiden wollen an jenem 21. Juli ohne jedes Unrechtsbewusstsein gehandelt haben, als sie Hunger bekamen und zugriffen. In der Vergangenheit sei das in der Firma gang und gäbe gewesen, sagen sie. Im Prozess vor dem Arbeitsgericht beteuerte die 59-jährige Sekretärin, dass es in der Firma ausdrücklich erlaubt gewesen sei, in Sitzungen übrig gebliebene Brötchen anschließend zu essen. Hermann Schulte- Hiltrop, Hauptgeschäftsführer des Bauverbands Westfalen, wertet das Verhalten als Vertrauensmissbrauch, der nicht gutzumachen sei. „Wir waren konsterniert, als wir davon erfahren haben“, sagte er. Beim Bauverband würden hoch sensible Akten verwaltet. Da müsse man sich zu hundert Prozent auf seine Angestellten verlassen können. dpa

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