Welt : NACHRICHTEN

Nur Zweitauto der Reichen?

Studie zu Chancen von Elektroautos

Das E-Auto hat bereits heute einen Markt. Eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Company in München zeigt, dass Elektroautos trotz Mehrkosten von 50 Prozent allein in Europa jährlich 100 000 Neuwagenkäufer fänden. Weltweit gesehen gebe es sogar ein Marktpotenzial für 350 000 E-Autos im Jahr. Allerdings: Die Käufer dieser ersten, noch sehr teuren Autos gehören laut Studie den oberen Einkommensschichten an und besitzen bereits ein Premiumfahrzeug mit einem Neuwagenpreis von durchschnittlich 60 000 Euro. Sie würden das E-Auto als Zweit- oder Drittwagen kaufen, in der heimischen Garage laden und die Reichweitenbeschränkung der Batterie auch ohne eine Stromtankstelleninfrastruktur akzeptieren.

Autoschlüssel nicht sicher

Forscher arbeiten an einer Lösung

Ein Autodieb kann mit entsprechenden Geräten das Signal einer Funkfernbedienung belauschen und sich aus den gewonnenen Daten am Computer einen „Zweitschlüssel“ für das Auto erstellen. Forscher vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Garching arbeiten daran, diese Sicherheitslücke zu schließen. Hintergrund: Die sogenannten symmetrischen Algorithmen, die die vom Schlüssel zum Auto gesendeten Informationen codieren, sind sowohl im Schlüssel als auch im Fahrzeug hinterlegt. Damit sind in zahlreichen Fahrzeugen einer Produktlinie oft die gleichen Zugangsgeheimnisse gespeichert. Ist ein Schlüsselcode erst einmal „geknackt“, steht der Zugang zu zahlreichen Autos gleicher Bauart offen.

Gebrauchtwagen sind günstig –

die einzige Chance der Verkäufer

Das Institut für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen rechnet damit, dass nach dem Auslaufen der Abwrackprämie der Gebrauchtwagenmarkt in diesem Jahr in etwa das Niveau des Vorjahres erreichen wird. Gestützt werde das Geschäft durch das derzeit niedrige Preisniveau: So seien die Preise 2009 um 3,1 Prozent gesunken. Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt war im Jahr 2009 zum vierten Mal in Folge gesunken – auf 6,01 Millionen Besitzumschreibungen (minus 1,6 Prozent). ddp

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