Welt : NACHRICHTEN

Leichter nach Bethlehem

Erstmals seit zehn Jahren sollen wieder israelisch-jüdische Reiseführer und Busfahrer mit ihren Gruppen nach Bethlehem einreisen dürfen: Nach Auskunft des israelischen Tourismus-Ministeriums stimmte die israelische Armee einem Pilotprojekt zu, laut dem 25 israelisch-jüdische Fremdenführer und ebenso viele Busfahrer eine entsprechende Genehmigung erhalten sollen. Damit solle die Situation für Besuchergruppen weiter „normalisiert“ werden, sagte Raphael Ben-Hur vom Tourismus-Ministerium der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er nannte die Entscheidung „eine kleine Revolution“.

Bethlehem ist seit den Osloer Verträgen 1995 wie die anderen Städte im Westjordanland „Palästinensisches Autonomie-Gebiet“. Israel hatte seinen jüdischen Staatsbürgern nach Ausbruch des zweiten Palästinenseraufstandes „Intifada“ im Jahr 2000 das Betreten der Autonomiegebiete verboten – mit Verweis auf die Gefahr von Entführungen. Viele Touristen- und Pilgergruppen müssen seitdem für Besuche in Bethlehem oder Jericho ihre Reiseleiter und Busfahrer wechseln. KNA

Mehr Sicherheit für Guatemala

Guatemala hofft trotz besorgniserregender Kriminalität auf mehr Touristen. Man sei selbst wegen Gewalt und Kriminalität besorgt, sagte der Direktor des guatemaltekischen Tourismusinstitutes, Roberto Robles, in der vergangenen Woche. Doch habe es im vergangenen Jahr bei 1,7 Millionen Besuchern aus aller Welt in dem mittelamerikanischen Land nur einen einzigen Mordfall an einem Touristen und 62 weitere Zwischenfälle gegeben. Guatemala setze deshalb darauf, die Besucherzahlen in diesem Jahr um rund 13 Prozent zu steigern. Dabei wolle man auch die Bemühungen um die Sicherheit der Besucher verstärken. dpa

Halbierte Visagebühr für Kenia

Die im April 2009 halbierten Visagebühren für Kenia-Urlauber werden nicht wieder erhöht. Das teilt das Tourismusamt des ostafrikanischen Landes in Mettmann mit. Bisher war die Senkung der Einreisegebühr bis zum Jahresende 2010 befristet gewesen. Nun habe sich die Regierung für eine dauerhafte Beibehaltung entschieden. Seit April 2009 zahlen Kenia-Touristen 25 statt 50 US-Dollar (etwa 18 statt 36 Euro) für ihr Visum. Mit der Reduzierung wollte Kenias Regierung helfen, den Tourismus im Land wieder anzukurbeln. Dieser hatte nach schweren innenpolitischen Unruhen am Jahresanfang 2008 einen schweren Rückschlag erlitten. dpa

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