Naturgewalt : Tote bei Erdbeben in Indonesien

Gleich zwei starke Erdbeben haben die indonesische Insel Sumbawa erschüttert. Es gibt Tote und viele Verletzte. Auch westlich von Sumatra gerieten Menschen nach Erdstößen in Panik.

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Auf Sumbawa wurden hunderte Häuser zerstört. -Foto: AFP

Jakarta/Neu DelhiMindestens sechs Menschen kamen nach Behördenangaben auf Sumbawa durch einstürzende Wände ums Leben, dutzende wurden verletzt. Die Insel liegt etwa 350 Kilometer östlich von Bali. Die Erdbebenwarte in Jakarta gab die Stärken der Beben mit 6,7 und 6,8 an, während die weltweit anerkannte US-Geologiebehörde die Erdstöße mit 6,4 und 6,3 registrierte. Die Beben ereigneten sich vor der Küste. Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit aufgehoben.

Die staatliche Nachrichtenagentur Antara berichtete von sechs Toten und hunderten Verletzten. Der Distriktvorsteher von Dompu auf der Insel Sumbawa nannte 70 Verletzte. Mindestens 500 Häuser sollen zerstört worden sein. Die Region wird ständig von Nachbeben erschüttert, und hunderte Einwohner harren deshalb in Zelten im Freien aus. In einigen Distrikten ist nach Angaben von Augenzeugen der Strom ausgefallen. Das örtliche Krankenhaus musste vorübergehend geräumt werden.

Auch westlich von Sumatra bebte die Erde mit einer Stärke von 6,0. Die Menschen gerieten in Panik, Schäden gab es nach ersten Angaben aber nicht.

Erdbeben auch in Indien

Die Bewohner der indischen Hauptstadt Neu Delhi und der Vororte wurden am Morgen ebenfalls durch ein Erdbeben in Angst versetzt. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 4,3 auf der Richterskala lag nach Angaben der indischen Meteorologiebehörde in Bahadurgarh westlich der Millionen-Metropole. Die Polizei und die Feuerwehr teilten mit, es gebe keine Berichte über Opfer oder Sachschäden.

Im Herbst 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 in Kaschmir rund 73.000 Menschen in Pakistan und 1300 Menschen in Indien das Leben gekostet. 2001 starben im westindischen Bundesstaat Gujarat bei einem Beben der Stärke 7,7 mehr als 20.000 Menschen. (mit dpa)

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