Naturkatastrophe : Japan von schwerem Nachbeben erschüttert

In Japan hat am Morgen ein Erdbeben der Stärke 6,8 mindestens sieben Menschenleben gefordert. Nur wenige Stunden später kam es zu einem weiteren, schweren Beben.

Erdbeben in Japan
Foto: dpa

TokioNur wenige Stunden nach dem ersten schweren Erdbeben vor der japanischen Küste haben erneut heftige Erdstöße den Meeresboden vor der Großstadt Kyoto im Westen des Landes erschüttert. Das Beben um 23:13 Uhr Ortszeit (16:13 MESZ) erreichte nach Behördenangaben eine Stärke von 6,6 auf der Richter-Skala.

In Folge des ersten starken Bebens am Morgen, das fast auf der ganzen Hauptinsel Honshu zu spüren war, ist aus einem Atomreaktor radioaktiv verseuchtes Wasser ausgelaufen. Das berichteten japanische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Betreiber Tokyo Electric Power. Es bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil des mit geringem radioaktivem Material versetzten Wassers als Abwasser ins Meer gelangte, berichtete die Agentur Jiji Press.

Dem Fernsehsender NHK zufolge soll jedoch wegen der geringen Menge an ausgetretenem Wasser keine Gefahr für die Umwelt bestehen. Das Leck trat im Reaktor Nummer 6 in der Atomanlage Kashiwazaki-Kariwa in der vom Erdbeben stark betroffenen Provinz Niigata auf. Zuvor war in der Anlage in einem Transformator ein Brand ausgebrochen, der gelöscht werden konnte. Zum Zeitpunkt des Erdbebens war der Reaktor wegen Routinearbeiten abgeschaltet.

Bei dem ersten Beben der Stärke 6,8 waren nach letzten Meldungen sieben Menschen ums Leben gekommen und mehr als 900 verletzt worden. (mit dpa/AFP)

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