Naturkatastrophe : Mindestens drei Tote bei Seebeben vor Sumatra

Ein schweres Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra löste am Mittwoch eine große Massenpanik aus. Besonders betroffen ist die Provinz Aceh. Thailand hingegen zog seine Tsunami-Warnung zurück.

Jakarta/BangkokEin schweres Seebeben der Stärke 7,3 bis 7,5 hat am Mittwoch die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Nach Angaben eines Vertreters des indonesischen Gesunheitsministeriums wurden mindestens drei Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Zahlreiche Gebäude auf der am schwersten betoffenen Insel Simeulue seien beschädigt. Die Insel gehört zur Provinz Aceh, die bei der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 am schwersten betroffen war.

Nach Angaben indonesischer Seismologen lag das Epizentrum rund 40 Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Sinabang, der einzigen Stadt auf Simeulue. In Panik retteten sich die Einwohner in die nahegelegenen Berge. Über die Lage im Rest der schwer zugänglichen Insel war zunächst nichts zu erfahren.

Thailand zieht Tsunami-Warnung zurück

Die Ausläufer des Bebens waren bis in die Provinzhauptstadt Banda Aceh an der Nordspitze Sumatras zu spüren, deren Einwohner sich nur langsam von der Tsunami-Katastrophe vor gut drei Jahren erholen. Auch dort liefen die Menschen in Panik auf die Straße, beruhigten sich aber rasch wieder. Das thailändische Katastrophenschutzministerium erließ für kurze Zeit Tsunami-Warnung für die Urlauberinsel Phuket und fünf nahegelegene Provinzen.

Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, an dem mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Deshalb wird das Insel-Archipel regelmäßig von schweren Beben erschüttert. (hu/AFP)

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