• Netzwerk testet neue Funktionen: Man muss auch loslassen können - auf Facebook bald leichter

Netzwerk testet neue Funktionen : Man muss auch loslassen können - auf Facebook bald leichter

"Lass uns Freunde bleiben." Vielen Menschen fällt dies schwer, besonders auf Facebook. Fotos des ehemaligen Partners sind nur schwer zu ertragen. Dies soll durch eine neue Funktion nun leichter werden.

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Viele Verlassene schaffen es nicht loszulassen und schauen in den sozialen Netzwerken, was der frühere Partner privat macht.
Viele Verlassene schaffen es nicht loszulassen und schauen in den sozialen Netzwerken, was der frühere Partner privat macht.Foto: picture alliance / dpa

Wenn eine Beziehung zu Ende geht, ist es auch auf Facebook vorbei. Der Beziehungsstatus wird geändert, von "in einer Beziehung" zu "getrennt" oder "es ist kompliziert". Für viele User ist es nach der Trennung schwer, dem ehemaligen Partner nicht weiterhin auf Facebook zu folgen. Dies erschwert die Trennung. Daher testet Facebook nun eine neue Anwendung, die den frisch getrennten Nutzern das Beziehungsende erleichtern soll: Fotos und Beiträge des Ex-Partners können automatisch aus dem Nachrichtenstrom herausgefiltert werden. So könne die Facebook-Freundschaft bestehen bleiben, ohne ständig an den Verflossenen erinnert zu werden.

Wer also nicht mehr von Bildern behelligt werden möchte, die den oder die Ex mit neuem Partner im Urlaub auf beispielsweise Costa Rica zeigen, wird sich über diese neue Möglichkeit sicher freuen. Facebook will den Nutzern die neue Funktion automatisch vorschlagen, sobald diese ihren Beziehungsstatus auf "getrennt" oder "geschieden" ändern. So kann gewählt werden, ob man den Aktivitäten der ehemaligen Partner weiter verfolgen möchte oder lieber herausfiltern lässt.

Nicht mehr sehen, aber Freunde bleiben

Zudem kann entschieden werden, ob der Ex weiterhin die eigenen Fotos und Einträge sehen können soll. Ein drittes Werkzeug ermöglicht es, im Block oder von Fall zu Fall alte Einträge so zu ändern, dass beispielsweise der Ex-Partner nicht mehr erwähnt oder auf Fotos nicht mehr identifiziert wird. So würden Nutzer mit gebrochenen Herzen nicht ständig mit der verflossenen Liebe konfrontiert, ohne den Ex blockieren oder die Freundschaft beenden zu müssen. Also Freunde bleiben, aber sich nicht mehr sehen - wie im echten Leben.

"Wir hoffen, dass diese Einstellungen den Leuten helfen kann, Beziehungen auf Facebook einfacher, komfortabler und kontrollierter zu beenden", erklärt Facebook-Managerin Kelly Winters. Derzeit werde die Einstellung bei der Facebook-Anwendung auf Smartphones in den USA getestet.

Bereits 2013 hatte eine Studie der Brunel Universität in London herausgefunden, dass nicht wenige das Soziale Netzwerk gezielt zum Ausspionieren des Ex-Partners nutzen würden. Stalking also, nur virtuell. "Wer nicht die Finger vom Profil des Ex-Partners lassen kann, wird Probleme haben, die Vergangenheit auf sich beruhen zu lassen und das Trennungs-Trauma zu überwinden", war das Ergebnis der Studie. "Freunde bleiben", das sei "auf Facebook die Hölle". Ob dem nun Abhilfe geschafft wird?


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