Neue Forsa-Studie : Sex im Beruf ist kein Tabu

Eine neue Forsa-Studie zeigt, dass Sex am Arbeitsplatz für viele Deutsche ganz normal ist. Am aktivsten sind die unter 30-Jährigen, aber auch in der Chefetage haben über zehn Prozent Erfahrungen mit Geschlechtsverkehr im Büro.

Torben David
Auch wenn es zu solchen Liebesbekundungen im Büro vielleicht nicht kommt, der Sex gehört trotzdem fast zum Alltag.
Auch wenn es zu solchen Liebesbekundungen im Büro vielleicht nicht kommt, der Sex gehört trotzdem fast zum Alltag.Foto: Picture Alliance / dpa

Sex im Büro? Für viele Deutsche ist das kein Tabuthema mehr. Eine neue Forsa-Studie im Auftrag von Xing zu Affären am Arbeitsplatz enthüllte unter anderem, dass insgesamt bereits 14 Prozent der Erwerbstätigen eine Affäre mit Kollegen eingegangen sind und 22 Prozent sich dafür offen zeigen.

Unter den 18- bis 29-jährigen Berufstätigen ist es sogar jeder Fünfte, während weitere 30 Prozent ein Liebesabenteuer mit Arbeitskollegen grundsätzlich nicht ausschließen. Mit 28 Prozent Offenheit unter Männern, aber mit zwölf Prozent nur halb so viel unter Frauen gibt es auch in dieser Altersgruppe allerdings ein starkes Geschlechtergefälle. Nach den unter 30-Jährigen sind es Mitarbeiter mit Personalverantwortung, von denen etwa ein Zehntel bereits Geschlechtsverkehr am Arbeitsplatz hatte.

Am häufigsten finden die Liebesabenteuer aber mit 39 Prozent nach dem Feierabend statt, während Weihnachtsfeiern oder Sommerfeste bei einem Viertel den Beginn eines solchen Intermezzos markieren. Nur bei einem Zehntel waren Mittagspause oder der lange Abend im Büro der Ausgangspunkt.

"Hochschlafen" ist verpönt

Ein Tabu gibt es dann aber doch noch: Nur zehn Prozent der Befragten können sich eine Affäre mit Mitarbeitern unter der eigenen Position, Praktikanten oder dem eigenen Chef vorstellen. Ähnliche Werte erzielt auch die Praxis des "Hochschlafens". Nur fünf Prozent wären bereit, ihre Karrierechancen dadurch zu verbessern, unter jungen Menschen unter 30 sind es aber immerhin noch 13 Prozent.

Als attraktivste Zielgruppe für eine Affäre benennen die Befragten Angestellte in der Produktionsabteilung ihres Unternehmens, gefolgt vom Vertrieb und dem Personalwesen.

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