NEUE GEWALTTAT : Trauer nach tödlicher Hetzjagd im U-Bahnhof

Er wollte vor Schlägen seiner Angreifer flüchten und wurde Minuten später auf der Straße von einem Auto überfahren und dabei getötet. Am Montag trauerten etwa 200 Angehörige und Freunde des Berliners Giuseppe M. an der Unfallstelle in Charlottenburg. Viele Blumen und Kerzen lagen neben den von der Polizei auf die Straße gezeichneten Umrissen des Toten. Bereits am Samstagabend hatten sich zwei Männer bei der Polizei gestellt. Sie sitzen in U-Haft. Baris B. (22) und Ali K. (21) aus Neukölln sind der Polizei bereits wegen Raub, Diebstahl und Körperverletzung bekannt. Sie gaben allerdings in der Vernehmung lediglich zu, an einer Konfrontation mit dem späteren Opfer beteiligt gewesen zu sein. Mit dem, was dann folgte, wollen sie nichts zu tun gehabt haben. Zunächst fahndete die Polizei noch nach einem dritten Tatverdächtigen. Am Montagabend hieß es bei der Polizei jedoch, dass man nach den bisherigen Ermittlungen nicht mehr davon ausgehe, dass ein Dritter an der Tat beteiligt gewesen sei. Nach dem Mann werde nicht mehr gefahndet. Giuseppe M. war mit seinem Begleiter Raul S. am Sonnabend früh im U-Bahnhof Kaiserdamm von den Männern angepöbelt und dann geschlagen worden. In Panik rannte der 23-Jährige aus dem Bahnhof und auf die Straße. Dort erfasste ihn ein Autofahrer. M. starb noch am Unfallort. Raul S. war zunächst in eine andere Richtung geflüchtet und dann zurückgekehrt, um seinem Freund Erste Hilfe zu leisten. tabu/jra

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