Welt : Neuer Heckenschütze in den USA

Killer erschoss drei Menschen aus dem Hinterhalt

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Washington (dpa). In den USA herrscht wieder Angst vor Heckenschützen. Die Polizei im USBundesstaat West Virginia fürchtet nach drei Morden aus dem Hinterhalt, dass ein Serienkiller die Verbrechen begangen hat. Wie die „Charleston Gazette“ am Montag berichtet, sind seit dem 11. August im Landkreis von Kanawha drei Menschen nachts vor Supermärkten erschossen worden. Es gebe keine Verbindung zwischen den Opfern, sie seien aber alle jeweils mit einem einzigen Schuss aus einer kleinkalibrigen Waffe getötet worden.

Am Montag war die Polizei auf der Suche nach einem schwarzen Lieferwagen, der in der Nähe des letzten Tatorts gesehen worden war. Das erste Opfer war den Angaben zufolge ein 44 Jahre alter Mann, der am 10. August abends beim Telefonieren vor einem auch nachts geöffneten Geschäft im Westen der Hauptstadt von West Virginia, Charleston, ermordet worden war.

Am vergangenen Donnerstag starb eine 31-Jährige nach einem Schuss in den Kopf, nachdem sie gerade auf einer Autobahn südlich von Charleston getankt hatte. Beide sind nach Angaben der Polizei mit derselben Waffe erschossen worden. Nur eine Stunde später wurde 15 Meilen entfernt ein 26-Jähriger vor einem Supermarkt östlich der Hauptstadt mit einem Schuss getötet.

Die Polizei hat die Bevölkerung zur Vorsicht ermahnt und empfohlen, wenn möglich nicht allein zu reisen. Ein Krisenstab hat sich nahe Charleston eingerichtet, in dem verschiedene Sicherheitsdienste zusammenarbeiten.

Im Großraum Washington hatte im Herbst 2002 der 42-jährige John Allen Muhammad mit seinem jugendlichen Komplizen John Lee Malvon, 17 Jahre alt, die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Sie hatten wahllos insgesamt 13 Menschen aus dem Hinterhalt erschossen. Der Prozess gegen Muhammad beginnt am 14. Oktober.

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