Neuer Prozess : New York kämpft gegen XXL-Softdrinks

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will das Werk seines Vorgängers fortsetzen und den Verkauf von Riesen-Softdrinks verbieten lassen.

Supersize: In den USA werden Softdrinks oft in mehr als einen Liter großen Bechern verkauft.
Supersize: In den USA werden Softdrinks oft in mehr als einen Liter großen Bechern verkauft.Foto: dpa

Im Streit um die Zulassung von Riesen-Softdrinks ist die Stadtverwaltung von New York erneut vor Gericht gezogen. Die Anwälte der Stadt verwiesen am Mittwoch vor einem Berufungsgericht auf die hohe Kalorienzahl der Getränke, die mit für das Übergewicht zahlreicher New Yorker verantwortlich gemacht werden. Um den Konsum der Getränke zu begrenzen, hatte der damalige Bürgermeister Michael Bloomberg im Mai 2012 ein Verkaufsverbot für sogenannte XXL-Softdrinks in Restaurants, Imbissen, Kinos und Stadien erlassen. Diese umfassen alle Größen mit mehr als 0,47 Liter.

Der Erlass, der im September 2012 von der städtischen Gesundheitsbehörde gebilligt wurde, stieß bei den Produzenten von Softdrinks sowie Kino- und Restaurantbetreibern jedoch auf scharfe Kritik. Kurz vor dem Inkrafttreten der Maßnahme im März 2013 gab ein Gericht einer Klage der Gegner statt und lehnte das Verbot als "kapriziös und willkürlich" ab, da gewisse kalorienreiche Getränke davon ausgenommen waren und es auch nicht für Supermärkte galt. Im Juli 2013 bestätigte ein Berufungsgericht dieses Urteil.

Die Becher fassen mehr als einen Liter

In New York sind 58 Prozent der Einwohner übergewichtig oder fettleibig. Bloomberg hatte dafür auch den steigenden Konsum von Softdrinks verantwortlich gemacht und beklagt, dass die übliche Verkaufsgröße von einst 0,2 Litern auf 0,47 Liter angestiegen ist. Inzwischen ist es auch nicht unüblich, Softdrinks in Bechern von mehr als einem Liter zu verkaufen. Bloombergs Nachfolger Bill de Blasio versprach, den Kampf gegen die Softdrinks fortzusetzen. Sollte er sich mit der Größenbegrenzung durchsetzen, wäre dies eine Premiere in einer US-Großstadt. (AFP)

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