Welt : Neues Todesopfer

der Meningitis in Bayern Ärzte: Aber keine Gefahr einer größeren Infektionsausbreitung PFARRKIRCHEN/BERLIN (dpa).Gefährliche Hirnhautentzündungen sorgen in Niederbayern weiter für Aufregung.Ein zweiter am Dienstag in Regensburg bekanntgewordener Todesfall steht jedoch nicht mit dem seltenen Erreger-Stamm in Verbindung, an dem vor wenigen Tagen ein 16jähriger starb.Das zweite Opfer stammte zudem nicht aus Niederbayern, teilte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Regensburg, Jürgen Schölmerich, am Dienstag mit.Von der Hirnhautentzündung geht nach Expertenansicht keine Gefahr für eine größere Ausbreitung in andere Teile Deutschlands aus.Von den Hirnhautentzündungen, hervorgerufen durch Meningokokken-Bakterien, ist besonders der Landkreis Rottal-Inn betroffen.Nach Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden wurden in den vergangenen zehn Tagen sechs Erkrankungen durch den seltenen Erreger Neisseria meningitidis, Typ C, registriert.Im Nachbarkreis Passau wurden bisher zwei gesicherte Fälle bekannt.Bei zwei weiteren Patienten hat sich der Krankheitsverdacht bisher nicht erhärtet.Seit Dienstag suchen Experten des Berliner Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitämter in Ostbayern nach einem möglichen Ansteckungsherd.Bei den meisten Patienten handelt es sich um Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren.Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, sollen im Landkreis Rottal-Inn Schulen und Kindergärten zunächst geschlossen bleiben.17 000 Schüler und mehrere tausend Kleinkinder sind betroffen.Auch die Schulen im Landkreis Passau bleiben teilweise zu."Bei dem in Niederbayern festgestellten Bakterium handelt es sich um einen Erreger, der in Deutschland relativ selten auftritt", sagte Norbert Lehn vom Institut für Mikrobiologie des Uniklinikums Regensburg.Eine Impfung schütze nach 14 Tagen sicher gegen diesen Erregertyp.Hochwirksam gegen bakterielle Meningitis seien Antibiotika.Übertragen werden die Meningokokken durch direkten Körperkontakt und Tröpfcheninfektion.Im Trockenen oder außerhalb des Körpers überlebten die Bakterien nur einige Minuten.1997 wurden bundesweit 808 Hirnhautentzündungen durch Meningokokken gemeldet.In fünf bis zehn Prozent der Fälle verlaufe die Erkrankung tödlich, sagte Lehn.Bei der Hälfte aller Fälle sei Erregertyp B (wie im Fall des einzelnen Regensburger Patienten) der Auslöser.Viel seltener sei der in Niederbayern festgestellte Erregertyp C.

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