NEUES WAFFENRECHT : Schutz vor Schützen

Der Amoklauf von Winnenden soll nicht nur für Paintball-Spieler Folgen haben. Auch Sportschützen sollen besser überwacht werden. Besitzer von Pistolen oder Revolvern sollen verpflichtet werden, ihre Waffen so zu sichern, dass nur sie selbst damit schießen können. Geplant ist eine flächendeckende Einführung von Sperren, die nur per Fingerabdruck gelöst werden können. Das kann aber noch mehrere Jahre dauern, weil die Technik noch nicht ausgereift ist. Ein System zur Sicherung von Schusswaffen per Fingerabdruck ist bereits auf dem Markt. Dabei wird ein Kolben in den Lauf eingesetzt, der die Waffe unbrauchbar macht. Entsichert werden kann sie nur über die Abgabe des Fingerabdrucks auf einem kleinen elektronischen Gerät, das mit dem Kolben verbunden ist. Alternativ ist eine Entsperrung per PIN-Nummer möglich. Das System kostet etwa 200 Euro und soll bereits für fast alle Kaliber verfügbar sein. Proteste des Deutschen Schützenbundes ruft der Plan hervor, auch verdachtsunabhängige Kontrollen von Waffenbesitzern zuzulassen. Die Sportler würden dadurch rechtloser als Kriminelle, wehrte sich der Verband. dpa

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