Welt : Neun Festnahmen nach Klinik-Skandal in Polen

Knapp zehn Tage nach Bekanntwerden des Klinikskandals in der polnischen Stadt Lodz hat die Staatsanwaltschaft bereits neun Tatverdächtige festnehmen lassen. Sie alle sollen in den mittlerweile als "Nekro-Business" bezeichneten Provisionshandel zwischen Mitarbeitern einer Unfallstation und Bestattungsunternehmern verwickelt sein. Durch Medienveröffentlichungen war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass Klinik-Mitarbeiter gegen Schmiergelder in Höhe von umgerechnet 333 bis 500 Euro dafür sorgten, dass die Angehörigen verstorbener Patienten ihre "Partner" mit der Beerdigung beauftragten. Unklar ist noch, ob auch Patienten getötet wurden.

Um dem Unwesen ein Ende zu setzen, sollte von Freitag an keine Rettungswagen-Mannschaft mehr bei Todesfällen herbeigerufen werden, um den Tod eines Patienten festzustellen. Das Gesundheitsministerium hatte sich dafür ausgesprochen, dass nur noch die behandelnden Ärzte den Todesschein ausstellen dürfen.

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