• Neun Jahre Jugendhaft für Malins Mörder Gericht ordnet Einweisung des 20-Jährigen in die Psychiatrie an/ Täter nahm Urteil regungslos auf

Welt : Neun Jahre Jugendhaft für Malins Mörder Gericht ordnet Einweisung des 20-Jährigen in die Psychiatrie an/ Täter nahm Urteil regungslos auf

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Dessau (dpa). Der Mörder der sechsjährigen Malin aus SachsenAnhalt ist zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Außerdem ordnete das Landgericht Dessau am Freitag die Unterbringung des 20-Jährigen in der Psychiatrie an. Bereits seit seiner Festnahme im Januar sitzt der Mann in einer geschlossenen Abteilung. Er hatte gestanden, das kleine Mädchen aus Zerbst vor einem halben Jahr erwürgt und sich anschließend an dem toten Kind vergangen zu haben.

Die Tat hatte bundesweit Entsetzen und Fassungslosigkeit ausgelöst. Nach Auffassung der Richter ist der Mann gefährlich. Es müsse damit gerechnet werden, dass er ähnliche Straftaten begehen könnte, hieß es zur Begründung. „Den Mord an Malin hat er aus niederen Beweggründen begangen“, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Knief. Der 20-Jährige nahm das Urteil regungslos auf.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil nur geringfügig unter der Foderung der Staatsanwaltschaft, die auf neuneinhalb Jahre Jugendhaft plädiert hatte – ein halbes Jahr unter der möglichen Höchststrafe.

Die Verteidigung hatte einen Freispruch wegen Schuldunfähigkeit gefordert. Übereinstimmend hatten sich beide Seiten für die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie ausgesprochen. Gutachten hatten dem 20-Jährigen eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Malins Eltern traten in dem Prozess als Nebenkläger auf.

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